Hotel Hospiz St. Christoph
Kunstbegegnung auf dem Weg zum Spa

Nur Skilaufen ist nicht genug, findet der österreichische Hotelier Florian Werner. Seit sechs Jahren lädt er junge Künstler zum Arbeiten in sein Hotel Hospiz St. Christoph ein. Gleich nebenan entsteht die höchstgelegene Kunsthalle der Alpen. Unsere Korrespondentin Sabine Spindler hat sich vor Ort umgesehen.
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ArlbergIm Moment ist die höchstgelegene Kunsthalle der Alpen noch eine Baustelle. Es riecht nach frischem Beton. Und zwischen Fußboden und Decke sind Stützgerüste eingezogen. Viel Zeit ist bis zur Fertigstellung nicht mehr. Für September 2015 ist im 1800 Meter hoch gelegenen Skiparadies St. Christoph am Arlberg die Eröffnung des neuen Kunstzentrums „arlberg1800“ geplant. Auf etwa 1600 Quadratmeter Fläche verteilen sich unterirdisch Schauräume, zwei Künstlerateliers für Stipendiaten, ein Konzertsaal, ein Tonstudio für junge Gastmusiker und selbstverständlich auch Tagungsräume. Mit Hilfe der Kunst soll der prominente Wintersportort fit gemacht werden für eine Zwölf-Monats-Saison. Doch nicht die öffentliche Hand investiert hier 26 Millionen Euro. Das Projekt arlberg1800 ist eine Mischung aus Mäzenatentum und privater Standortförderung.

Bauherr ist der Hotelier und Kunstsammler Florian Werner. In zweiter Generation betreibt er das Fünf-Sterne-Hotel Hospiz St. Christoph. In dem rustikal-charmanten Hotel mit First-Class-Service und Alpenflair logiert die Prominenz aus Politik und Wirtschaft. Ein Imageproblem hat das Hotel gewiss nicht. Aber die Ski-Saison ist kurz und wetterabhängig und das Tal kein Wanderparadies.

Retter der Reisenden

Kunst als Belebung der Hotellerie und damit des Tourismus – das ist für Florian Werner kein ganz neuer Gedanke. Arbeiten von Georg Baselitz, Attersee oder Xenia Hausner kann man in jeder Chefetage und jedem Museum sehen. Wer im Hotel Hospiz zu Gast ist, begegnet Jahr für Jahr anderen, frischen und unkonventionellen Kunstwerken. Seit sechs Jahren lädt Florian Werner junge Künstler als sogenannte „artists in residence“ in sein Hotel, 2014 allein 20.

Die Ergebnisse sind derzeit in der hauseigenen Galerie ausgestellt. Eine lange Plastikschärpe mit aufgemalten Fundstücken fällt besonders auf. Sie ist Requisite der eindringlichen Performance „Lost and Found“, die sich mit dem mittelalterlichen Retter verunglückter Reisender und Hospizgründer Heinrich Findelkind beschäftigt. Für diese Arbeit wurde die österreichischen Video- und Installationskünstlerin Hilde Fuchs gerade mit dem „arlberg1800 Art Prize“ geehrt.

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Kunstbegegnung auf dem Weg zum Spa

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Kunstquartier mit Pilgerkammer

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