im Kinsky: Aufmarsch der Meisterwerke

im Kinsky
Aufmarsch der Meisterwerke

Eine Auktion mit herausragenden Kunstwerken soll dem Wiener Auktionshaus im Kinsky bis zu zehn Millionen Euro einbringen. Zum Aufruf kommen 110 Lose aus den Sparten Zeitgenössische Kunst, Klassische Moderne und 19. Jahrhundert. Heimlicher Star ist die Studie eines Bärtigen. Die Fachleute streiten sich, ob sie Gustav oder sein Bruder Ernst Klimt gemalt hat.
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WienNoch bevor „im Kinsky“ die Auktionssaison offiziell eröffnete, wurde eine personelle Veränderung bekannt gegeben: Otto Hans Ressler, Gründungsmitglied des Unternehmens und bis Mitte 2011 auch dessen Geschäftsführer, verabschiedete sich Mitte März endgültig in den Ruhestand. Auch seine Tätigkeit als Experte für zeitgenössische Kunst wird er abgeben, und zwar an Astrid Pfeiffer, seit 2009 Kinsky-Mitarbeiterin und bis September vergangenen Jahres dort für den Bereich Marketing verantwortlich.

Unterstützt wird die 33-Jährige von Peter Baum, der bis zu seiner Pensionierung Anfang 2004 die Neue Galerie Linz (Lentos Museum) leitete und seither als beratender Experte für das Auktionshaus tätig ist. Am 19. März versah das Team in dieser Zusammenstellung anlässlich der 94. Kunstauktion seinen letzten Dienst und trommelte für rund 120 Kunstwerke etwas mehr als 1,2 Millionen Euro zusammen. Die Verkaufsquote lag bei 50 Prozent. Den höchsten Zuschlag in Höhe von 137.500 Euro erteilte man für Maria Lassnigs Gemälde „Der Rote Zorn – gebückte Figur“.

Internationales Interesse wecken

Die am 23. April anberaumte Meisterwerke-Auktion soll zwischen fünf und zehn Millionen Euro einspielen. Ihr Angebot deckt drei Sparten ab, zeitgenössische Kunst, Klassische Moderne und das 19. Jahrhundert. Natürlich enthält es die in Österreich stets nachgefragten Werke von Künstlern wie Max Weiler, Hermann Nitsch und Arnulf Rainer. Internationales Interesse könnten aber die Arbeiten von Anselm Kiefer und dem jugoslawischen Maler Zoran Mušič (1909-2005) wecken. Kiefers Gouache „Das Floß der Medusa“ aus dem Jahre 2003 ist auf 10.000 bis 140.000 Euro und Mušičs „Dalmatinische Landschaft“ von 1959 auf 40.000 bis 70.000 Euro geschätzt. Auch eine Skulptur von Franz West darf nicht fehlen vor dem Hintergrund seiner aktuell laufenden Retrospektive im Museum Moderner Kunst in Wien. Ein „Martha H.“ betiteltes, aus Papiermaché gefertigtes Namensbild der 1970er- und 1980er-Jahre hat eine Taxe von 40.000 bis 80.000 Euro.

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