Im Rausch der Geschwindigkeit: Neu im Kino: "Hart am Limit"

Im Rausch der Geschwindigkeit
Neu im Kino: "Hart am Limit"

Die erste Szene - ein Rennen zwischen zwei Autos und einem Motorrad auf einer abgelegenen Straße - sieht aus wie ein Werbe-Spot. Später verstehen wir, dass der ganze Film so aussieht: rasant, schnell geschnitten, mit knappen Dialogen und einer hämmernden Musik.

Es ist der erste Film von Joseph Kahn, der zuvor Musik-Videos drehte. Er legt es darauf an, ein Motorrad-Gefühl zu erzeugen (Geschwindigkeit, Ungebundenheit, "Freiheit") und benützt dazu ausgiebig die Technik der Effekte, am eindrucksvollsten in einem Rennen auf dem Dach eines Zuges.

Die Geschichte gerät darüber ein bisschen ins Hintertreffen. Sie handelt von einem Motorradfahrer (Martin Henderson), der gerade aus Thailand zurück kommt, und der sich mit einer rivalisierenden Gang - dessen Anführer (Rapper Ice Cube) denkt, er habe seinen Bruder umgebracht - einen spektakulären Kampf liefert. Dazu gibt es eine lakonische Liebes-Geschichte zwischen dem Motorradfahrer und seinem blonden Mädchen.

Das hat die schnörkellose Einfachheit eines klassischen Western, nur dass die Cowboys nicht auf Pferden über die Prärie reiten, sondern auf Motorrädern über Highways und verstaubte Nebenstraßen donnern. Auf Grund seiner inszenatorischen Intelligenz können sich auch nicht mehr ganz junge Motorrad-Liebhaber den Film anschauen. Ernst nehmen darf man ihn nicht, dazu ist er zu überdreht, aber sein Vergnügen am Spiel mit den Western-Klischees und mit dem Rausch der Motorräder kann man schon haben.

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