Immer mehr Städte wollen private Wettbüros verbieten

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Immer mehr Städte wollen private Wettbüros verbieten

Privaten Wettanbietern geht es in Baden-Württemberg verstärkt an den Kragen. Die Stadt Mannheim bestätigte, sie habe bereits mit der Schließung von 21 Büros begonnen.

dpa MANNHEIM. Privaten Wettanbietern geht es in Baden-Württemberg verstärkt an den Kragen. Die Stadt Mannheim bestätigte, sie habe bereits mit der Schließung von 21 Büros begonnen.

„Für uns sind diese Büros nicht annehmbar. Sie sind verboten“, sagte der Leiter des Ordnungsamts, Klaus Eberle. In Karlsruhe sind den Angaben zufolge Untersagungsverfahren gegen fünf Einrichtungen, in Heilbronn gegen 15 eingeleitet worden. Die Städte Bietigheim-Bissingen und Marbach untersuchen ebenfalls die Lizenzen ihrer örtlichen Wettanbieter.

Dabei wollen die Ordnungshüter hart durchgreifen: „Falls sich die Betreiber gegen die Anordnung wehren, müssen wir Zwangsgeld androhen. Notfalls müssen wir die Schließung juristisch durchsetzen“, betonte Eberle. Die meisten Büros seien Einzelbetriebe, „viele Arbeitsplätze stehen da nicht auf dem Spiel.“ Die Verbote seien bereits länger am Laufen und nicht abhängig von dem Manipulationsskandal um den Fußball-Schiedsrichter Robert Hoyzer, erklärte der Leiter des Ordnungsamts.

Die Städte berufen sich bei ihrem Vorgehen auf das Urteil des baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) vom 12. Januar. Das Mannheimer Gericht bekräftigte darin das Verbot der privaten Vermittlung von Oddset-Sportwetten, da diese den Straftatbestand des unerlaubten Glücksspiels erfüllten. Die meisten Privatanbieter operieren mit ausländischen Lizenzen in Deutschland und begründen ihre Berechtigung mit der Dienstleistungsfreiheit in der EU.

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