Impressionismus
Monet bringt viel Money

Vier Sonderausstellungen und ein Museum rücken Claude Monet in den Mittelpunkt. Der Hauptmeister des Impressionismus ist nicht auf dem Kunstmarkt beliebt und für Zuschlage bis 40 Mio. Pfund gut, sondern auch ein Garant für höchste Besucherzahlen.
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PARIS. Monet, Money, Monnaie und Marketing sind die Schlüsselworte für die derzeit in Paris grassierende Monet-Manie. Drei Pariser Museen kassieren mit Ausstellungen von Claude Monet Eintrittsgeld: das Grand Palais, der Ort der Pariser Blockbuster-Schauen, wo täglich 6.300 Besucher durch die Ausstellung "Claude Monet. 1840 - 1926" defilieren. Sie begeistern sich an 169 hervorragend ausgesuchten und präsentierten Werken des Impressionisten. Parallel dazu lädt das "Musée Marmottan Monet", das über die größte Monet-Sammlung der Welt verfügt, zum Besuch von "Claude Monet, son musée" ein. Das privat geführte Museum, das der Académie des Beaux Arts gehört, zeigt 136 Werke von Claude Monet, sowie Gemälde seiner Zeitgenossen, die der Sohn des Malers, Michel Monet, 1966 dem Museum per Legat vermachte. Und selbstverständlich ist der Besuch des "Musée de l'Orangerie" mit der Dauerausstellung der riesengroßen "Nymphéas/Seerosen" ist Must für den Monet-Interessierten. Selbst das Rodin-Museum klinkt sich ein in die Monet-Welle, indem es das von Claude Monet dem Bildhauer Auguste Rodin geschenkte Gemälde "Belle Ile" extra ausstellt.

Sonnenaufgangsstimmung am Morgen

Die Ausstellungen im "Grand Palais" und im "Musée Marmottan Monet" sind komplementär. Obwohl sich die beiden Institutionen als Konkurrenten sehen: die Réunion des Musées nationaux (Dachverband der staatlichen Museen), ist seit dem Regierungsbeginn von Staatspräsident Nicolas Sarkozy zur Rentabilität gezwungen. Sie will mit der Monet-Schau im Grand Palais einen neuen Besucherrekord von 800.000 Eintritten erstellen.

Beobachtung als Karikatur

Die Ambitionen des "Musée Marmottan Monet" sind ebenfalls pekuniärer Natur. Sein Direktor Jacques Taddei verweigerte jegliche Leihgabe an die RMN. Auch das berühmte, 1872 in Le Havre (Normandie) entstandene Gemälde Monets "Impression, soleil levant/Sonnenaufgangs-Stimmung", das dem Impressionismus den Namen gab, bleibt im "Musée Marmottan Monet". Dieses präsentiert 29 Zeichnungen und acht Zeichenblöcke Monets, darunter die Karikaturen des 17-Jährigen. Sowie 94 Gemälde, insbesondere aus der letzten Schaffensphase, als im Garten von Giverny Darstellungen von Teich und Seerosen entstandenen, die zu purer Farbe und Abstraktion neigen.

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