Internationale Gegenwartskunst
Biennale umfasst Kunst von 70er Jahren bis heute

Am heutigen Freitag wurde die 51. Kunstbiennale in Venedig offiziell eröffnet. Auf der Schau werden Werke von 91 Künstlern gezeigt. Es gibt so viele Länder-Pavillions wie nie zuvor. Der Ehrenlöwe soll in diesem Jahr an eine Amerikanerin gehen.

HB VENEDIG. Für das Publikum ist die Ausstellung vom kommenden Sonntag an zugänglich. Organisiert wurde die Schau erstmals von zwei Frauen, den Kuratorinnen María de Corral und Rosa Martínez aus Spanien. Die beiden haben mit zwei internationalen Ausstellungen, "The Experience of Art" im italienischen Pavillon und "Always A Little Further" im Arsenale - zeitgenössische Kunst von den 70er Jahren bis heute versammelt. In den Ausstellungen "sprechen wir zwei grundlegende Punkten an: Kunst und Freiheit", so Martinez bei der Eröffnung.

Erstmals gibt es 73 Länderpavillons. Der deutsche steht im Park der Gardini und wurde am Freitag von Kerstin Müller, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, eröffnet. Das Auswärtige Amt unterstützt seit über 50 Jahren die deutschen Beiträge in der Lagunenstadt. „Für uns ist es eine große Ehre und eine Pflicht, prominent zu dieser Biennale beizutragen“, sagte Müller. Der deutsche Pavillon zeigt in diesem Jahr Werke der Nachwuchskünstler Thomas Scheibitz und Tino Seghal. „Nach einem Jahr Vorbereitung ist jetzt eine Vision Wirklichkeit geworden“, erklärte Kurator Julian Heynen.

Den Ehrenlöwen für ihr Lebenswerk soll am Abend die amerikanische Konzeptkünstlerin Barbara Kruger bekommen. Provokante Slogans, die in Form von gigantischen Fotocollagen soziale und politische Themen aufgreifen, sind ihr Markenzeichen. Bei Kunstfans in aller Welt sind Sentenzen wie „I shop therefore I am“ oder „Your body is a battleground“ seit langem zum festen Bestandteil des kollektiven Bewusstseins geworden. Mit ihrer formalen Prägnanz und der unverkennbaren Ästhetik gilt die Amerikanerin seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als eine der bedeutendsten Konzeptkünstlerinnen der internationalen Kunstszene.

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