Iranische Kunst
Das subtile Mittel Ironie

Mit Hiphop, Untergrundfilmen und Installationen reflektieren junge Künstler im Iran kritisch ihre Situation. Eine Tagung in Köln lud neben Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi ein Dutzend Kulturschaffende ein.
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KölnIn Köln fand Mitte Dezember eine von den Medien weitgehend unbeachtete Konferenz statt, die das Zeug dazu hat, unser Bild vom Iran grundlegend zu verändern. Satt über atomare Aufrüstung oder Aggression gegenüber Israel ging es über die Freiheit der Kunst, um Auswege vor der Zensur, um die Power der Frauen.

Organisiert hat die Konferenz „Zwischen den Zeilen. Iranisch-Sein nach 1979“ der vor sechs Monaten in Köln gegründete Verein Diwan. Angestoßen von dem bekannten Filmemacher Ali Samadi Ahadi („Salami Aleikum“, „Iran Elections“) schaffen hier Deutsch-Iraner eine weithin ausstrahlende kulturelle Plattform für sich und ihre Gäste. Die Aktiven sind alle in ihren Dreißigern. Und so erfuhren 200 Tagungsgäste im Foyer der Oper Köln, wie die nach der Revolution geborene Generation der Inlands-Iraner sich sukzessive erstaunliche Freiheiten nimmt. Freiheiten in den verschiedenen Künsten, von denen im Westen kaum etwas bekannt ist.

Wohin steuert die Gesellschaft in Iran

Den Diwan-Aktiven geht es um die kulturelle Aufarbeitung der letzten Jahrzehnte in Iran. „Uns ist es ein Anliegen, zu verstehen, wohin die Gesellschaft hinsteuert“, betont Alis Samadi. „Damit uns dies gelingt, muss man die Geschichte genauer betrachten. Eine kritische und genaue Aufarbeitung ist aber bis jetzt kaum passiert. Diwan möchte solche Bemühungen anschieben oder unterstützen.“

Kommentare zu " Iranische Kunst: Das subtile Mittel Ironie"

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  • Neben den USA ist Deutschland wohl das Land, das am verblendedsten gegenüber Iran ist. Kein Wunder, beschränken wir doch den kulturellen Austausch mit den Iranern grundsätzlich auf irgendwelchen Künstlern, deren Kunst gegen das Regime ist. Selbst wenn ein iranischer Künstler mal etwas macht, was nicht gegen das Regime ist, so wird es in Deutschland halt so interpretiert als sei es das. Als würden die Iraner nichts anderes auf dem Kasten haben als gegen ihr politisches System zu wettern. Das muss doch mal einem Zeitungsredakteur in Deutschland aufgefallen sein oder warum wird nie darüber berichtet? Es kann natürlich auch an Exil-Iranern wie Samadi liegen, die ganz gerne eben so ein Bild von ihrem Heimatland verbreiten, nur weil sie selbst nicht damit zufrieden sind. Höchst undemokratisch - aber kommt in Deutschland gut an. Wir nehmen nur das von Iran als authenthisch an, was unserer eigenen Kultur am ähnlichsten oder am passendsten ist. Ein sehr guter Artikel zu dem Thema, den ich hier empfehlen möchte: http://irananders.de/home/news/article/interview-der-nahost-diskurs-ist-ideologisiert.html

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