Jauch, Joop und Co.
Promis demonstrieren für Kunsthalle

Es soll ein großzügiges Geschenk sein. Doch statt großer Freude gibt es eine hitzige Debatte: Die geplante Kunsthalle von Software-Milliardär Hasso Plattner spaltet Potsdam. Nun melden sich Promis zu Wort.
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PotsdamEs könnte so schön sein: Eine moderne Kunsthalle im Herzen Potsdams. Fußläufig vom Hauptbahnhof, gegenüber dem Landtagsneubau in Gestalt des historischen Stadtschlosses. Doch das geplante Kunstprojekt des Software-Milliardärs Hasso Plattner hat einen heftigen Streit um den künftigen Standort ausgelöst.

Jetzt haben sich Potsdams Prominente zu Wort gemeldet. Am Montag gingen sie zusammen mit rund 1000 anderen Unterstützern für Plattners Idee auf die Straße. Auch der Mäzen selbst zeigte sich. „Plattner statt Platte“, hieß es auf Plakaten. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, auf das hinzuweisen, was Potsdam braucht: Kunst, Kunst, Kunst“, so Modedesigner Wolfgang Joop zur Nachrichtenagentur dpa.

TV-Moderator Günther Jauch hat dafür sogar seinen Urlaub verschoben. „Hasso Plattner muss erfahren, dass eine überwältigende Mehrheit der Potsdamer sich über sein Engagement unbändig freut“, betont der Wahl-Potsdamer. „Ich finde die Aktivitäten einiger weniger, die anscheinend wieder (Schaden)-Freude daran haben, in Potsdam destruktiv tätig zu werden, geradezu beschämend.“

Der Moderator - selbst großer Förderer Potsdams - ist wütend. Seite an Seite mit Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und Schauspielerin Nadja Uhl bemühte sich Jauch, den großzügigsten Gönner der Stadt umzustimmen. Einige Gegendemonstranten hatten dem wenig entgegenzusetzen.

Plattner ist es zu verdanken, dass der Landtag in das wieder aufgebaute Stadtschloss am Alten Markt ziehen wird. 20 Millionen Euro hat er dafür locker gemacht, später schoss er weitere Millionen nach, damit das originalgetreue Kupferdach realisiert werden kann.

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Großer Jubel, harsche Kritik

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  • Erschreckend welch Niveau die Barockfanatiker haben. Alle die nicht wie die Ewiggestrigen im Feudalismus stehen gebliebenen sind also linke Penner.

    Die Mehrheit der Potsdamer lehnt die Protzbauten auf Steuergeldern des Berliner Herrn Günther Jauch ab. Zudem darf man zweifeln ob userin Potsdamerin überhaupt Potsdam kennt. Den an der Wilhelmsgalerie gibt es gar kein McDonalds. Aber grade die Nicht-Potsdamer mischen sich gerne in die Stadt ein.

    Von Steuereinnahme redet Potsdamerin. Ihr ist aber entfallen dass die Renommierobjekte der Ewiggestrigen 400 Millionen Euro Steuergelder verschlingen.

    Was Wutbuerger nicht erwähnt ist dass das Hotel Mercure ein 4 Sterne Hotel ist und eines der bestgebuchten Hotels der Stadt ist, von wegen "DDR-Milieu ".

  • ...und der viele Dreck in der Stadt (z.B. am Wochenende auf dem Platz vor der Wilhelmsgalerie, wie die Linken ihre McDonalds fressen und den Müll hin werfen)...und die vielen Plattenbauten an der Havel! Abreißen die Wohnungen Zwangsräumen (sollen die darin jetzt noch wohnenden Linken doch bleiben wo der Pfeffer wächst) ...und dafür schöne neu Eignetumswohnungen mit Havelblick für die vielen begeisterten "Neupotsdamer" hin bauen. Das freut die Stadtverwaltung und die hat dann endlich wieder mehr Steuereinnahmen, um den Dreck in der Stadt weg zumachen und mit zu demonstrieren...
    Tja, so ist das mit den ewig Gestrigen

  • Klar, dass sich der linke Mief im erbärmlichen DDR-Milieu heimisch fühlt und für einen Hotelkomplex aus DDR-Zeiten demonstriert. Ich wünsche Herrn Plattner und dem „Aufstand der Vernunft“ (naja, der Name könnte wirklich besser sein) alles Gute. Zur Zeit sieht das Potsdamer Zentrum leider aus wie ein Tagesstätte für linke Penner.

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