Josef Laggner wird die Hauptstadt zu eng. Der Gastronom will in ganz Deutschland Lokale mit Weinhandlung eröffnen
Der Schnitzelkönig von Berlin

Tellergroße Wiener Schnitzel verlassen die Küche des Restaurants "Fischerhütte" am Berliner Schlachtensee. Die Augen der Gäste leuchten, wenn das goldbraun panierte Stück Kalbsfleisch auf den Tisch gestellt wird. Auch Josef Laggner hat offensichtlich Freude daran. Er sitzt an einem warmen Sommerabend am Familientisch unterm Kastanienbaum und lässt den Blick über seine Gäste schweifen.

Der Gastronom aus Österreich hat das Anwesen im vergangenen Jahr aufwendig renoviert. Nun erntet er die Früchte seiner Arbeit. "Es geht mir gut, wenn es meinen Gästen gut geht", sagt der 38-Jährige mit dezent österreichischem Akzent. Demnächst wird der Festsaal mit Seeblick im ersten Stock fertig. Eine Lounge mit offenem Kamin soll im Winter Gäste an den See locken. Die "Fischerhütte" im Südwesten der Stadt ist nicht Laggners einziges Restaurant. In den vergangenen zehn Jahren hat der Gastronom acht Lokale allein in Berlin eröffnet.

Das Flaggschiff seines Schnitzel-Imperiumsist das "Lutter & Wegner" am Gendarmenmarkt. Hierher kommen Promis und Normalsterbliche, wenn sie Tafelspitz-Sülze mit Schalotten-Vinaigrette, Wildlachsterrine auf Petersilien-Spiegel oder ebenjenes Fleisch essen wollen, das die New York Times als "bestes Schnitzel außerhalb Wiens" pries. Und der Sauerbraten Berliner Art erhielt 2003 den 1. Preis beim Deutschen Sauerbraten-Wettbewerb.

Gleich neben dem Stammhaus offeriert Laggners Weinhandlung ETA Hoffmann Schmankerln und Wein aus Deutschland und Österreich. Keinen Steinwurf entfernt lädt seine Newton Bar zum Trinken nach dem Essen. Neben flüssigen Genüssen serviert der Newton-Imbiss Brezeln, Suppen und Salat bis drei Uhr nachts.

Der Appetit des Gastronomen war damit nicht gestillt: Am Potsdamer Platz hat der Wahlberliner das "Weinhaus Huth" und den "Kaisersaal" im Sony-Center übernommen. Außerdem das "Café im Quartier 206" an der Friedrichstraße und das "Lutter & Wegner" auf der Touristen-Meile Oranienburger Straße.

Und jetzt wird ihm Berlin zu eng. "Ich will in ganz Deutschland Lokale mit angeschlossener Weinhandlung eröffnen", kündigt Laggner an.

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