Kehrtwende
Springer und Spiegel stellen Rechtschreibung um

Der Verlag Axel Springer will nun doch die neue Rechtschreibung einführen. Man wolle sich der Chance auf einen Konsens nicht entgegenstellen, teilte das Unternehmen mit. Auch der „Spiegel“ hat seine harte Haltung gegen die Reform aufgegeben.

Spätestens ab August würden alle Springer-Publikationen die Schreibweise entsprechend dem Beschluss der Kultusministerkonferenz ändern, teilte der Verlag am Dienstag mit. Auch das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ will die stark nachgebesserte neue Rechtschreibung vom 1. August an umsetzen. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) bleibt nach Angaben einer Sprecherin vorerst bei der alten Rechtschreibung.

Die „FAZ“, der „Spiegel“ und der Springer-Verlag hatten die 1996 in Kraft getretene Rechtschreibreform scharf kritisiert und waren nach und nach zur alten Schreibweise zurückgekehrt. Nach jahrelangem Ringen um Nachbesserungen waren die Kultusminister der Länder vergangene Woche der Empfehlung des Rates für Deutsche Rechtschreibung gefolgt und hatten umfangreiche Nachbesserungen beschlossen. Diese betreffen vor allem die Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Groß- und Kleinschreibung.

Die Rechtschreibreform sei dennoch alles andere als überzeugend, hieß es bei Axel Springer. In Fällen, in denen man zwischen zwei Schreibweisen wählen könne, werde der Verlag weitestgehend die klassische Rechtschreibung anwenden.

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