Keith Emerson ist tot: Keyboarder von Rockband Emerson, Lake and Palmer gestorben

Keith Emerson ist tot
Keyboarder von Rockband Emerson, Lake and Palmer gestorben

Wer das Keyboard liebt, hatte an Keith Emerson seine Freude. Bekannt wurde er mit der Band Emerson, Lake and Palmer. Jetzt beging er offenbar Suizid.

New YorkKeith Emerson, der Keyboarder der britischen Rockband Emerson, Lake and Palmer, ist tot. Emerson starb im Alter von 71 Jahren in seinem Haus bei Los Angeles, wie die Band am Freitag auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Nach Angaben der Polizei nahm sich der Musiker vermutlich das Leben.

Emerson wurde in der Nacht zum Freitag mit einer Schusswunde am Kopf in seinem Haus gefunden, wie die Polizei mitteilte. Seine langjährige Lebensgefährtin Mari Kawaguchi habe die Polizei alarmiert. Wie eine Sprecherin sagte, geht die Polizei im kalifornischen Santa Monica von einem Suizid aus.

Band-Kollege Carl Palmer würdigte Emerson als "zarte Seele" und einen "Pionier und Erneuerer, dessen musikalisches Genie uns alle in der Welt von Rock, Klassik und Jazz berührte". Seine Liebe zur Musik und seine Leidenschaft als Keyboard-Spieler würden "noch viele Jahre ihresgleichen suchen", erklärte Palmer.

Inspiriert von dem spektakulären Umgang von Jimi Hendrix mit seiner Gitarre, hatte der Engländer Emerson einen völlig neuen Bühnen-Stil am Keyboard entwickelt und die Tasten etwa mit Messern angeschlagen oder das Instrument verkehrt herum von der Decke hängen lassen.

Emerson lernte als Kind in England Klavier spielen, bevor er sich unter dem Einfluss des Jazz der Hammond-Orgel zuwandte. Nachdem er Ende der 60er Jahre das Album "Switched-On Bach" mit auf dem Moog-Synthesizer eingespielten Klassik-Stücken gehört hatte, entdeckte er den Synthesizer für sich. Emerson gilt als einer der ersten Musiker, die den Synthesizer als ein zentrales Instrument in der Rockmusik einsetzten.

1970 schloss sich Emerson mit dem Schlagzeuger Carl Palmer und dem Gitarristen Greg Lake zu der Progressive-Rock-Band Emerson, Lake and Palmer zusammen, die im Laufe der Jahre weltweit Millionen Platten verkaufte. Das Trio hatte Fans in aller Welt, in Großbritannien landeten Alben wie "Tarkus", "Trilogy" und "Brain Salad Surgery" auf den Spitzenplätzen der Charts.

Auf seiner Facebook-Seite hatte Emerson zuletzt Nachrufe auf seine verstorbenen Kollegen David Bowie und Lemmy Kilmister von Motörhead veröffentlicht. Im April wollte er eigentlich Solo-Konzerte in Japan geben.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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