Kickbox-Fitness
Hau den Sack

Die Männer kämpfen wie die Terrier. Tänzeln auf der Stelle, mit dribbelnden Füßen. Die Hände stecken in Fausthandschuhen und schweben auf Augenhöhe. Rechts ein Schlag, dann links und hoch die Knie. Volltreffer.

Martialisch wummern Techno-Rhythmen aus den Lautsprechern. "Vier, drei, zwo, Kick!" brüllt die zierliche Trainerin durch die Halle. Sie ist keine Vorturnerin, sondern bewegt sich zwischen den Teilnehmern und korrigiert deren Bewegungen. "Hoch das Bein!" Die Männer gehorchen.

Einer von ihnen ist Pablo Gasos, Diplomat an der spanischen Botschaft in Berlin. Der 44-jährige Brillenträger beschloss erst vor drei Jahren, Sport zu treiben. Er turnte in Gymnastikkursen, tanzte Aerobic und schwitzte beim Dauerlauf. Nichts davon war ihm geheuer. "Aerobic war mir zu tänzerisch", sagt Gasos, "und das Laufen zu langweilig."

Schließlich landete er - wie auch die Schauspieler Benno Führmann, Thomas Heinze und Jürgen Vogel - in der Kampfsportschule Randori.

Auch Manager, Büroangestellte und Menschen, die es sich nicht erlauben können, blau geprügelt am Arbeitsplatz zu erscheinen, haben diesen Sport inzwischen für sich entdeckt. "Die meisten Teilnehmer haben ein überdurchschnittliches Bildungsniveau", hat die Berliner Trainerin Petra Fester bemerkt.

Bei Randori halten sie sich nun zweimal wöchentlich mit Kickbox-Fitness in Form, einer spielerischen Mischung aus Karate und Kickboxen mit Musik.

Das Training mit Elementen aus dem Kickboxen ist nichts Neues. Tae Bo, Fit Fight, Body Combat und Thai Aerobic - so nennen sich die Sporttrends, die Tret- und Boxtechniken mit Aerobic verbinden. Die meisten von ihnen sind längst in die Kurspläne herkömmlicher Fitnessstudios integriert. Doch will die Musik bei KickboxFitness keine komplizierte Choreografie beschwören, sondern einen mitreißenden Rhythmus vorgeben. "Wenn die Musik antreibt, kommen die Teilnehmer besser an ihre Leistungsgrenzen."

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