„Kill Bin Laden“
Oscar-Preisträgerin zieht Buchverfilmung durch

Hollywood hat keine Angst, sich die Finger zu verbrennen: Regisseurin Kathryn Bigelow wird trotz des Todes Osama Bin Ladens einen Film über die Suche nach dem Top-Terroristen drehen - vielleicht nicht als Einzige.
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Los AngelesSpannendes Timing: Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow hatte sich schon vor längerem die Filmrechte an einem Buch mit dem Titel „Kill Bin Laden“ gesichert. Nach der Tötung des Terroristenführers am Sonntag soll der geplante Drehstart in diesem Sommer weiter beibehalten werden, berichtete die „Los Angeles Times“ am Dienstag unter Berufung auf Kenner des Projekts. Derzeit würden Darsteller gesucht, hieß es.

Drehbuchautor Mark Boal steht Bigelow erneut zur Seite. Ihr Irak-Film „The Hurt Locker - Tödliches Kommando“ über Bombenräumer der amerikanischen Armee im Irak war 2010 für neun Oscars nominiert gewesen. Bigelow gewann als erste Frau den Regie-Oscar, Boal den Oscar für das beste Original-Drehbuch.

Schon bei den „Hurt Locker“-Dreharbeiten habe das Duo einen Film über die Jagd auf Osama bin Laden angedacht, schreibt die „Los Angeles Times“. Das Buch „Kill Bin Laden“ soll sich unter anderem um die Suche nach dem Terroristenchef durch US-Elite-Soldaten im Höhlensystem der afghanischen Bergfestung Tora Bora im Winter 2001 drehen.

Bin Laden war am Sonntag von einem US-Spezialkommando in einem gut gesicherten Anwesen in Pakistan erschossen worden. Drehbuchautor Boal wolle dieses dramatische Ende in den Film einbauen, berichtete das Filmblatt „Variety“ unter Berufung auf Quellen aus Boals Umfeld.

Möglicherweise greifen noch andere Filmemacher das brisante Thema auf. Das Studio Paramount hatte sich nach Angaben der „Los Angeles Times“ 2006 die Rechte für das Buch „Jawbreaker“ von dem US-Geheimdienstler Gary Berntsen über die frühe Jagd auf bin Laden gesichert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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