Koller Auktionen
Spezialisierung zahlt sich aus

Mit über 100 Millionen Schweizer Franken Jahresumsatz reiht sich das Zürcher Auktionshaus Koller unter die zehn größten Versteigerer der Branche ein. Das Marketing schaut sich das Schweizer Unternehmen bei den Auktionsriesen ab. Mit großem Erfolg. Die Herbstauktionen bescherten ein glanzvolles Ergebnis.
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ZürichMit den Ergebnissen von Christie's und Sotheby's New Yorker Novemberauktionen kann und will sich Koller Auktionen in Zürich nicht messen. Dabei gehört das Haus mit einem Jahresumsatz über 100 Millionen Schweizer Franken immerhin zu den zehn größten der Branche. Das hindert Cyril Koller, der das Haus in zweiter Generation führt, aber nicht daran, bewährte Marktstrategien der beiden Auktionsmultis zu übernehmen. Der Erfolg für die vom 4. bis 7. Dezember 2013 abgehaltenen Herbstauktionen gibt ihm recht. Eine noch konsequentere Angebotsaufteilung in mehrere Spezialkataloge und -auktionen bescherte dem umsatzstärksten Schweizer Auktionshaus ein glanzvolles Gesamtergebnis von 30 Millionen Franken.

Umschlagplatz für hochpreisige Moderne

Mehr als ein Zehntel des Umsatzes entfällt auf Paul Signacs 1902 gemalte und in ihrer plakativen Farbgebung schon fast expressionistisch anmutende Mittelmeerlandschaft „St. Tropez. La ville et les pins“ aus dem einstigen Besitz von Henry van de Veldes. Das Gemälde sicherte sich ein anonymer Telefonbieter schließlich für 3,45 Millionen SFr.. Solide Preise von 1,4 Millionen SFr. für Claude Monets „Pourville près Dieppe“ von 1882 und 1,17 Millionen SFr. für Renoirs wenig später gemalte Flusslandschaft „Le pont d’Avignon“ belegen Kollers Verkaufskompetenz für Impressionisten und Klassische Moderne dieser Qualitäts- und Preisklasse. Das gilt umso mehr, als beide Bilder an ausländische Käufer gingen.

Ein russischer Bieter zahlte ferner 997.000 SFr. für Chaim Soutines „Portrait de Femme“ von 1929. Je 432.000 SFr. kosteten Kandinskys Gouache „Le Zigzag“ von 1938 und Chagalls Gouache „Le coq et les deux visages. Mit einem Total von 10 Millionen SFr. erweist sich dieser Bereich auch als wichtigster Umsatzträger dieser Auktionsserie.

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