Koller: Upgrade für jeden Salon

Koller
Upgrade für jeden Salon

Elegante Gemälde, kunstvolle Möbel, Porzellan und Geschnitztes aus dem 17. und 18. Jahrhundert schaffen eine noble Wohnatmosphäre. Das Auktionshaus Koller hält ungewöhnliche Stücke mit viel Geschichte parat.
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ZürichWer repräsentative Möbel sucht, höchst kunstvoll getischlert von einem französischen Meisterebenisten, der könnte beim Kunstauktionshaus Koller  in Zürich fündig werden. Auch in dieser kommenden Frühjahrsauktion (28.3.-2.4.2011) versteigert Cyril Koller einige Möbel, die ein Wohnzimmer umgehend zum Salon machen, die Machtanspruch mit viel Geschmack rüberbringen. Goldglänzend zeigt eine dreischübige Kommode von Gilles Marie Oppenordt mehr graviertes Messing und kunstvolle Beschläge als Holz- oder Schildpattflächen. Dieses in der sogenannten Boulle-Technik um 1700 in Paris gefertigte Prunkmöbel mit Einlegearbeiten ist umgerechnet auf 292.000 bis 446.000 Euro geschätzt. Wesentlich günstiger ist eine durch das Schildpatt rötlich leuchtende Kommode mit Boulle-Marketerie, die in Deutschland gefertigt wurde. Auch die in München residierenden Kurfürsten wollten Möbel wie im Louvre. 1725 adaptierte Johann Puchwiser  aufs geschickteste die französischen Vorbilder. Das auf Bocksfüßen aus Messing ruhende Möbel hat eine Taxe von 31.000 bis 54.000 Euro.

Flippern im 18. Jahrhundert

Außergewöhnlich ist auch ein Spieltisch von Meister Charles Topino. Er ist nicht flach, sondern hat eine vertiefte Spielfläche, die an einer Schmalseite von einer hoch aufragenden Scheinfassade hinterfangen wird. Für diesen originellen Kombinationsspieltisch (Dame, Flipper u.a.) werden 15.000 bis 23.000 Euro erwartet.

Humorvoller Spitzweg

Bei den reichhaltig angebotenen Gemälden ragt ein bürgerliches Kostümporträt heraus, das Jacques de Rousseaux 1635 von sich selbst gemalt hat. Im Stil orientiert sich der Leidener Maler an den beiden überragenden Malern seiner Zeit: Jan Lievens und Rembrandt. 270.000 bis 385.00 Euro sind für das aus dem Hell-Dunkel modellierte „Selbstbildnis in Phantasietracht“ angesetzt. Eine Phantasieuniform hat auch Carl Spitzweg seiner Schildwache verpasst, die herzhaft gähnen muss. „Frieden im Land“ heißt das humorvolle Bild einer ungepflegten Bastei aus dem Jahr 1856. Das querformatige Kleinformat soll einen Preis zwischen 385.000 bis 615.00 Euro kosten.

Steinbock gegen Gift

In der Sektion Kunstgewerbe sticht eine alpenländische Prunkkanne mit Teller (Présentoir) hervor, die 1758 eine Büchsenmacher und Ziseleur aus dem Horn eines Steinbocks schnitzte. Dem sagenumwobenen Tier schrieb die Legende heilende Kräfte und Giftabwehr zu. Signiert hat Martin Gizl die mit vergoldetem Kupfer gefasste Kanne, deren Relief eine Steinbockjagd schildert. Die Schätzung für diese aus Salzburg stammende Prunkkanne liegt zwischen 40.000 und 70.000 Euro.

Amerika mit Federhaube

Weltumspannender ist der Blick beim Betrachten von zwei der vier Allegorien der Erdteile aus der Porzellanmanufaktur Meissen. Der Modelleur Johann Friedrich Eberlein hat die die große Version von „Asien“ mit Hilfe einer Turban tragenden Dame auf einem Kamel dargestellt (27.000 bis 31.000 Euro). „Amerika“ dagegen ist leicht geschürzte Schöne mit Federn. Sie reitet auf einem zähnefletschenden Krokodil und hält einen Papagei in der Rechten. Ihre Linke umschließt ein Füllhorn mit Blüten und Früchten. Amerika muss den Künstlern F. Eberlein und P. Reinicke im sächsischen Meissen wir das Paradies vorgekommen sein (27.000 bis 31.0000 Euro).

 

www.kollerauktionen.ch

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