Krimi-Tipp
Schwarzer Humor, viel Blut und ein Trick

Der Versicherungsprofi Volker Bitzer schreibt nebenbei Kurzkrimis. Warum es dort übler zugeht als in der Versicherungsbranche und seinen Fans bei Lesungen das Essen im Hals stecken bleibt. Ein Interview mit dem Autor.

DüsseldorfZum Buch „Die Dick-Tossek-Verschwörung“: Der Auftragsmörder John und die Prostituierte Rosemarie O'Dowell denken, sie hätten das große Los gezogen. Sie haben Dick Tossek, dem König der Unterwelt, sehr viel Geld gestohlen.

Doch Tossek, dessen wahre Identität niemand kennt, jagt die beiden gnadenlos und lässt ihre schlimmsten Träume wahr werden: In einem mörderischen Katz-und-Maus-Spiel verwischen sich die Spuren von Gut und Böse. Die große Frage: Wem kann man vertrauen kann. Wie kam Autor Volker Bitzer, ein Kenner der Versicherungsbranche, zum Schreiben?

Herr Bitzer, Sie arbeiten in der Versicherungsbranche. Haben Sie die Skandale bei Vertretern für einen Krimi inspiriert?
Im Vergleich zur Versicherungsbranche geht es in meinem Krimi „Die Dick-Tossek-Verschwörung“ richtig übel zur Sache. Da wird gefoltert, geschossen und gestochen. Es fließt literweise Blut.

Was hat sie stattdessen zum Krimi-Schreiben gebracht?
Mein schwarzer Humor. Ich war wohl zu lange in England. Und ich habe zu viele Filme von Quentin Tarantino gesehen. Genauer gesagt alle. Das sind böse Anreize für einen Menschen, der eine Geschichte schreibt. Daraus entsteht einfach kein Arztroman.

Gibt es ein reales Vorbild für ihren Helden?
Mein Held, der Auftragsmörder John, ist real. Sie können jederzeit schriftlich Kontakt zu ihm aufnehmen: www.facebook.com/DickTossek. Deswegen lautet der Untertitel meines Krimis „Aufzeichnungen eines Auftragsmörders“. Es ist Johns Geschichte.

Sie schreiben so wenig in ihren Büchern. Fällt Ihnen nicht mehr ein?
Diese elendige Zeilenschinderei finde ich grausam. Selbstverständlich muss man seine Leser quälen: mit Spannung. Aber doch nicht, indem man das Grün der Wiese, die Speisekarte im Restaurant oder die Form der Kieselsteine in der Auffahrt beschreibt. Gerade heute, da die Menschen eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und wenig Zeit haben, ist man als Schriftsteller gefordert.

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„...bleibt dem Publikum der Bissen im Hals stecken“

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