Kunst gegen Bares WDR will Kunstwerke verkaufen

Der WDR muss dringend sparen. Bis zu 100 Millionen Euro fehlen dem größten ARD-Sender pro Jahr. Auch die Kunstsammlung soll Opfer bringen. Doch ein geplanter Verkauf trifft auf harsche Kritik von allen Seiten.
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Der WDR mit Dom in Köln: Der Westdeutsche Rundfunk will angesichts massiver Sparzwänge Kunstwerke aus seinem Bestand verkaufen. Quelle: dpa

Der WDR mit Dom in Köln: Der Westdeutsche Rundfunk will angesichts massiver Sparzwänge Kunstwerke aus seinem Bestand verkaufen.

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KölnDer Westdeutsche Rundfunk will angesichts massiver Sparzwänge Kunstwerke aus seinem Bestand verkaufen. Eine Sprecherin des öffentlich-rechtlichen Senders sagte am Montag auf Anfrage, es werde geprüft, was möglichst schnell veräußert werden könne, um das Defizit zu verringern.

„Eine der Überlegungen ist der Verkauf des WDR-Kunstfundus.“ Ein externer Experte nehme die Bewertung der knapp 600 Kunstwerke vor. „Derzeit sind wir im Entscheidungsprozess, welche Bilder wir in welcher Form auf den Markt bringen“, sagte Sprecherin Ingrid Schmitz nach einem Bericht der „Rheinischen Post“.

Erst kürzlich hatte der Verkauf von zwei Warhol-Bildern aus dem Besitz des NRW-eigenen Unternehmens Westspiel Empörung ausgelöst. Der defizitäre Casinobetreiber - Tochter der landeseigenen NRW.Bank - hatte die Siebdrucke „Triple Elvis“ und „Four Marlons“ in New York versteigern lassen - zusammen hatte das umgerechnet rund 120 Millionen Euro gebracht. Zu den Plänen des Senders sagte nun ein Regierungssprecher: „Unternehmensentscheidungen trifft der WDR in alleiniger Verantwortung.“

Die WDR-Sammlung umfasst auch namhafte Künstler. Die Werke seien überwiegend in den 1950er und 60er Jahren mit „einem offensichtlich sehr guten Händchen“ für damals kleine Beträge zur Ausstattung des Senders und zur Dekoration der Studios gekauft worden, erläuterte Schmitz.

So sei etwa ein Werk des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner 1956 für 600 D-Mark erstanden worden, der heutige Schätzwert liege im hohen fünfstelligen Euro-Bereich. Andere Werke seien aktuell sechsstellige Summen wert. Der WDR verstehe sich auch weiter als Kulturträger, betonte Schmitz.

WDR-Intendant Tom Buhrow hatte vor einem Jahr einen harten Sparkurs angekündigt und dabei bereits als Sofortmaßnahme Verkäufe aus dem Kunstbestand genannt. Von 2016 an fehlen dem größte ARD-Sender durchschnittlich zwischen 80 und 100 Millionen Euro pro Jahr im Etat. Im Sommer war der Abbau von 500 Planstellen bis zum Jahr 2020 angekündigt worden, etwa über Altersteilzeit und Vorruhestand.

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6 Kommentare zu "Kunst gegen Bares: WDR will Kunstwerke verkaufen"

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  • Sparen? Nehmt doch schon zu viel GEZ. Unnötige Dramen. Wozu die vielen Filme und die Irrsinnigen Talkshows. Eine Talkshow für Deutschland reicht. Das Problem sind ja die Unsummen mit denen sie arbeiten. Und das Schlimmste KINDERREICHE sind ja jetzt mit den hohen Zahlungen die geleistet werden erst auffällig geworden. Mir ist das hier von der Höhe der monetären Hilfen ein Rätsel. Sie graben sich Unterschichtig bösartig das Wasser ab und werden zum Schluss alle nur och als Verlierer rausgehen.
    Der Ökonom Sinn ist die größte Null. Denn ihm hätte die hohe Arbeitslosigkeit klar sein müssen.

  • Könnten sich nicht noch mehr WDR Mitarbeiter an die Atlantik-Brücke verkaufen? ARD, ZDF und FAZ machen es doch vor. Als Hure des Kapitals sollten die Einnahmen dann doch stimmen?

  • Je linker und einseitiger der Rotfunk, umso weniger kann man mit Geld umgehen. Insofern ein Spiegelbild der politischen Gesellschaft!?

  • Mit Erschütterung muß man feststellen,daß der öffentlich-rechtliche WDR - der per se kein öffentlicher Dienst ist - mit den Gebühren der Fernseh/Rundfunkteilnehmer eine Kunstsammlung aufgebaut hat.
    Gehört eine Kunstsammlung eines Fernseh/Rundfunksender zu seinem Auftrag die Öffentlichkeit mit Informationen zu versorgen? Ich denke nein. Ist es des weiteren rechtens solch eine Sammlung aufzubauen?
    Die Kunstsammlung ist somit umgehend zu versteigern und der Erlös dem WDR-Haushalt zu widmen.

  • Am besten gleich ganz zumachen, den Scheissladen. Und dafür nicht weiter Zwangsgeld zahlen.

  • Richtig so. Der WDR ist kein Museum.

    Noch wichtiger aber wäre Sparen und den überbordenden Verwaltungsapparat stutzen. Dort wimmelt es nur von Kostgängern, die von unsren Gebühren schmarotzen...

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