Kunst-Krimi Zöllner finden vermissten Picasso

Als „Kunst/Handwerk/Spielzeug“ war das Paket deklariert, Wert „37 Dollar“. Zöllner in Amerika öffneten die Sendung und fanden darin ein seit mehr als zehn Jahren verschwundenes Picasso-Bild.
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Eine der ersten Aufnahmen des wieder entdeckten Picasso-Gemäldes "La Coiffeuse". Das Werk, das dem französischen Staat gehört, wurde von US-Zöllnern entdeckt. Quelle: dpa
Der vermisste Picasso in Newark, New Jersey

Eine der ersten Aufnahmen des wieder entdeckten Picasso-Gemäldes "La Coiffeuse". Das Werk, das dem französischen Staat gehört, wurde von US-Zöllnern entdeckt.

(Foto: dpa)

Paris, New YorkEin seit mehr als 13 Jahren vermisstes wertvolles Picasso-Gemälde ist in einem Weihnachtspaket in den USA wieder aufgetaucht. Es handle sich um das Ölgemälde „La coiffeuse“ (Die Friseurin), das der spanische Maler Pablo Picasso 1911 angefertigt habe, teilte das Pariser Museum Centre Pompidou am Freitag mit. Zöllner im Hafen von Newark im US-Bundesstaat New Jersey hätten das 33 mal 46 Zentimeter große kubistische Bild bereits im Dezember entdeckt, berichtete die „New York Times“.
Die Paketsendung war als „Kunst/Handwerk/Spielzeug“ im Wert von 37 Dollar (33 Euro) deklariert. Experten zufolge ist das Bild jedoch rund 2,5 Millionen Dollar wert. Aufgegeben wurde das Paket am 17. Dezember 2014 in Belgien. „Joyeux Noel“ stand darauf - französisch für „fröhliche Weihnachten“.
Der Absender nannte sich selbst „Robert“ und schickte das Paket an ein Lagerhaus in Long Island City, einem Viertel im New Yorker Stadtteil Queens. Dort kam es jedoch nie an, weil Zöllner das Paket öffneten und das Bild einbehielten. Kurz darauf reisten Experten französischer Museen an, untersuchten das Werk und bestätigten, dass es sich tatsächlich um „La coiffeuse“ von Picasso (1881-1973) handelt.
Das Werk, das dem französischen Staat gehört, war zuletzt 1998 in München ausgestellt worden. Danach ging es zurück an das Museum Centre Pompidou, wo man es sicher im Lager wähnte. Als es jedoch 2001 für eine Ausstellung ausgeliehen werden sollte, war es nicht mehr zu finden und wurde als vermisst gemeldet. Wie es aus dem Lagerraum entwendet werden konnte und auch, wo es derzeit aufbewahrt wird, war zunächst völlig unklar.
Die New Yorker Staatsanwältin Loretta Lynch habe bereits die notwendigen Schritte eingeleitet, um das Bild nach Frankreich zurückzugeben, berichtete die „New York Times“. Man hoffe, das Werk sobald wie möglich wieder der Öffentlichkeit zeigen zu können, erklärte Alain Seban, Direktor des Centre Pompidou, in einer Mitteilung. Er zeigte sich sehr glücklich und bedankte sich beim amerikanischen und beim französischen Zoll.

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  • dpa
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