Kunstaktion
Anrufer schimpfen in USA für die Kunst

Hunderte Anrufer sind in den USA dem Aufruf einer Chicagoer Künstlergruppe gefolgt und haben ihre Flüche und Zornausbrüche der Nachwelt hinterlassen.

Reuters CHICAGO. Bis Montag bleibt noch Zeit, die Nummer der „Swearline“ (etwa: Schimpf-Anschluss) anzuwählen und auf dem Band Dampf abzulassen. Die fünf Künstler der Gruppe Lucky Pierre hatten vor einem Jahr zu der Aktion aufgerufen. Eine Auswahl der Aufnahmen soll auf eine CD gebrannt und möglicherweise in einer Musikbox in einer Galerie oder einem Museum veröffentlicht werden. Einige Beispiele der Schimpftiraden sind auf der Website der Gruppe (www.luckypierre.org) abrufbar.

„Viele Anrufer wollen ihre Flüche in einer Melodie vorbringen“, sagte Lucky-Pierre-Mitglied Bill Talsma. „Ein Kerl hat ein kleines Lied komponiert und Klavier gespielt während er ins Telefon gesprochen hat.“ Die Anrufe seien oft kürzer als die möglichen drei Minuten und unterschieden sich stark. „Von einzelnen Worten bis hin zu ausufernden Flüchen äußern die Menschen ihre Meinung zu Sex, Liebe, Politik und die Arbeit und das ganze Zeug“, sagte Talsma.

Die Gruppe arbeitet bereits an einem neuen Projekt: Die Künstler nehmen Menschen mit einer Videokamera auf, die das nachgekochte Essen eines in Texas zum Tode verurteilten Häftlings essen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%