Kunstauktion von Barbara Lambrecht
Was die Krombacher-Mitinhaberin alles verkauft

Barbara Lambrecht, Mitinhaberin der Krombacher-Brauerei, hat bei der Versteigerung eines Teils ihrer Kunstsammlung Millionen eingenommen. Das Geld fließt jedoch nicht in ihre eigene Tasche.
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DüsseldorfDie Rechnung ist aufgegangen. Die Kunstsammlerin und Mäzenin Barbara Lambrecht aus Siegen hat am Dienstagabend 13 Hauptwerke ihrer Privatsammlung bei Christie’s in einem ersten Teil versteigern lassen. Die Einnahmen in London haben bereits jetzt alle Erwartungen übertroffen.

Die Gemälde – unter anderem von den Impressionisten Claude Monet, Berthe Morisot, Auguste Renoir und dem Jahrhundertgenie Picasso – erlösten brutto 15,9 Millionen Pfund (18,7 Millionen Euro). Der Gesamtschätzpreis von 43 Gemälden und Papierarbeiten der Lambrecht-Sammlung hatte zwischen 11 und 15 Millionen Pfund gelegen. Der höchste Zuschlag galt einem Figurenbild Berthe Morisot aus dem Jahr 1872. „Femme et Enfant au balcon“ war stark nachgefragt und konnte seinen Schätzwert auf 3,5 Millionen Pfund (4,1 Millionen Euro) verdoppeln. Weitere 30 Gemälde und Papierarbeiten haben in den Tagesauktionen vom Mittwoch nochmal 4,8 Millionen Euro eingespielt. Der Gesamterlös von 23,5 Millionen Euro verdoppelt den unteren Schätzwert.

Die 81-jährige Barbara Lambrecht stammt aus der Familie Schadeberg, der unter anderem die Brauerei Krombacher gehört. Die rüstige Krombacher-Gesellschafterin fördert Kunst und Kultur systematisch. Eines ihrer Lieblingsprojekte ist das Museum für Gegenwartskunst in Siegen.

Die Geburtsstadt des Barockmalers Peter Paul Rubens ehrt alle fünf Jahre herausragende zeitgenössische Künstler mit dem Rubenspreis für ihr Lebenswerk. Das von Barbara Lambrecht unterstützte Museum kauft charakteristische Werke der Rubenspreisträger an und stellt sie aus.

Lambrecht war im Vorfeld der Auktion immer wichtig zu betonen, dass die Versteigerung ihrer Privatsammlung nichts mit Krombacher zu tun habe. Der Erlös der Versteigerung bei Christie’s diene allein dazu, die Sammlung der Rubenspreisträger dauerhaft auszubauen und die Weiterführung des Konzepts zu garantieren.

Die Sammlerin Barbara Lambrecht hatte in den 1970er-Jahren begonnen, lichtdurchflutete und farbglühende Gemälde der Impressionisten und Fauvisten für sich zu erwerben. Als Mäzenin fördert sie jedoch nicht ihren eigenen Geschmack, sondern die bisweilen sperrige zeitgenössische Kunst: selbstlos und nachhaltig.

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