Kunstfälschungen
Kunst für den Kommissar

Der Fälschungsskandal um die erfundene „Sammlung Werner Jägers“ erfordert grenzüberschreitende Kommunikation. Eine ganze Branche droht in Misskredit zu geraten. Das gilt auch für die Arbeit der Experten.
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DÜSSELDORF. Die Zahl der in den Fälschungsskandal "Sammlung Werner Jägers" hineingezogenen Auktionshäuser, Händler und Experten wird immer größer, der Fall immer undurchschaubarer. Vorläufige Bilanz: Annähernd 40 Werke der Klassischen Moderne unter Fälschungsverdacht, inzwischen zwei erfundene großväterliche "Sammlungen", neben Jägers noch die seines Krefelder Freundes Otto Knops, zwischen 15 und 80 Mio. Euro Schaden und drei Personen in U-Haft. Wer wurde Opfer? Wer hat sich mitschuldig gemacht? Wer ist Täter? Die Rollen sind keineswegs klar verteilt.

Nicht nur die Nerven der düpierten Käufer liegen bloß. Den Handel beschleicht die Angst. Der Druck liegt jedoch nicht allein auf den Betroffenen. Der gesamte Markt fühlt sich angesprochen. "Der Kunsthandel ist mit das älteste Gewerbe der Welt und er hat einen ähnlich schlechten Ruf wie das älteste Gewerbe der Menschheit", beklagt sich Christoph Andreas, Inhaber der Frankfurter Kunsthandlung J.P. Schneider jr.. "In Kriminalfilmen ist der Kunst- oder Antiquitätenhändler fast immer ein Dunkelmann", beobachtet er. "Der Kunsthändler hat den Gärtner als Mörder längst abgelöst."

Auch Händler haften nur mit Einschränkungen

Der Fall lässt kaum einen der Verwickelten ungeschoren. Den größten Stress aber dürften, zumindest in Deutschland, die Verkäufer haben. Das gilt insbesondere für die Auktionshäuser. Ihnen hilft der in Paragraph BGB § 434 geregelte Haftungsausschluss nicht mehr, wenn ihnen Nachlässigkeit nachgewiesen werden kann. Händler haften für die Echtheit der Objekte, die sie veräußern, zumindest im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung. "Ob wir über den Zeitraum von zwei Jahren hinaus den Kaufpreis erstatten, hängt zuletzt auch davon ab, wie der Stand der Kunstwissenschaft zum Zeitpunkt des Verkaufs war", sagt Frank M. Berndt, Kunsthändler in Köln, der nicht selber betroffen ist. Von Betrug wäre die Rede, wenn Involvierte ihre Augen vor Tatsachen verschlossen oder Beweismittel unterschlagen haben sollten.

Bisher stand vor allem deutscher Handel, das Kölner Auktionshaus Lempertz, aber auch Christie's im Fokus der Berichterstattung. (Vgl. HB vom 10. September 2010 und www.handelsblatt.com/finanzen/kunstmarkt/) Christie's, das u.a. zwei verdächtige Campendonk-Werke und den "La Horde" betitelten Max Ernst (heute in der Sammlung Würth) zum Aufruf brachte, geht offensiv mit dem Thema um. Sotheby's hält sich bisher in Deckung, ist aber auch betroffen. Im November 2009 verkaufte das Haus die mit einem Aufkleber der altehrwürdigen Galerie Der Sturm und einer Authentizitätsbestätigung von Werner Spies ausgestattete Landschaft "Tremblement de Terre", gemalt angeblich von Max Ernst 1925. Als vorletzten Besitzer notiert der Katalog die ehemalige Pariser Galerie Cazeau-Béraudière (heute Béraudière, Genf). Sotheby's gibt dazu nur ein dürres Statement ab: man verfolge die veröffentlichten Berichte aufmerksam und führe "angemessene Untersuchungen" durch.

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  • Normalerweise muss man den Hut ziehen, wenn es Fälscher schaffen die Experten so zu täuschen, dass diese – sogenannten Experten hineingelegt werden. Spricht man persönlich mit dem Einen oder Anderen sogenannten Fachmann (?) – dann sind es immer die Anderen denen so ein irrtum bei Expertisen passiert. Das ist die wahre Aussage die man bekommt, denn keiner will sich wirklich outen, dass ihm so etwas schon mal passiert ist. Da wäre er als Fachmann für gewisse Expertisen sicherlich am Kunstmarkt nicht mehr kompetent um perfektionistisches Wissen auf diesem Fach zu interpretieren. Das fälschen ist nicht all zu schwierig, wenn man Talent hat künstlerisch tätig zu sein. Wenn noch dazu das Material aus dieser besagten Zeit stimmt (Papier, Leinwand vielleicht auch Farbe) wie z.b. der Meister – Fälscher Konrad Kujau, einer der bekanntesten Fälscher im 20. Jahrhundert, der leider nicht mehr lebt. Der bräuchte nur noch den passenden Künstler. Am besten aus der Vorkriegszeit, von dem seine Werke von den Nazis konfisziert wurden, und einige Werke in der Kunstszene sogar unauffindbar sind – dann hat man als Fälscher schon gewonnen. Auch Fälscher müssen genau informiert sein, was für ein Künstler heute bei Sammlern und Mussen gefragt ist, die verzweifelt gesucht werden. Oft wird ein gesamtes Oeuvre eines Künstlers gefälscht den es gar nicht gab. Wenn was interessantes auftaucht da wird nicht gefragt wie viel das kostet, sondern – es ist endlich aufgetaucht was schon immer gesucht wurde! Auch wenn es nie existiert hatte. Wie gesagt: Es tauchen Künstler am Kunstmarkt auf, die es in ihrer biografie nie gab. Dann will jeder der Erste sein der es haben will, egal um welchen Preis.
    So wie der Düsseldorfer Kunsthändler Alfred Flechtheim der angeblich erworbene Kunst aus der Nazi-Zeit auf einem Anwesen in der Eifel versteckt hatte. Selbst ausgewiesene Kunst-Experten wie der frühere Düsseldorfer Akademie-Professor Werner Spies fielen auf diese Fälschungen herein. Dann schaltet sich meistens vor Erregung etwas Einzigartiges gefunden zu haben das Gehirn aus, um den wahren Gedanken mit Vernunft zu steuern,
    denn dann geht’s nur noch um die Gier es zu besitzen. Später kommt man drauf dass man großen Scheiß gebaut hat. bevor man es zugibt, verschweigt man’s lieber. Das sind sicherlich keine Referenzen mit denen sie im 21. Jahrhundert punkten können - ja vielleicht vor 50 Jahren, aber bestimmt nicht mehr heute. Aber dann sind die Fälscher schon über alle berge, und machen weitere Geschäfte mit Millionen - Gewinne. Das liest und hört man dann aus den Medien, aber die Dunkelziffer der Schlaumeier die beim hinschauen schon eine Fälschung zu erkennen glauben ist natürlich wesentlich größer. Das ist eine Kunst – Mafia, die manchmal auch in bilateraler Ebene, und das ganz bewusst mit Fälschern zusammen arbeiten. Ernst Schöller vom Landeskriminalamt baden-Württemberg unter berufung auf andere Fachleute sagt: Mehr als 30 Prozent der angebotenen Werke auf dem Kunstmarkt seien gefälscht, bei Druckgrafiken sogar mehr als die Hälfte. Kein Wunder, dass der bundesverband Deutscher Galerien protestiert. Schließlich sind solche Zahlen geschäftsschädigend. Wer kauft da zum beispiel noch nach leichten Herzens eine Picasso-Grafik für einige zehntausend Euro?

    Meine Meinung ist: Und da spreche ich auch als Künstler, dass nicht nur der Sammler oder die Mussen betrogen werden – NEiN! Auch der Künstler der gefälscht wurde ist betrogen.
    Denn die Unsicherheit eines absolut echten Kunstwerks zu erwerben mindert somit auch seinen Wert, und dessen Unsicherheit jenes Künstlers am Kunstmarkt. Vor allem, wenn dieser Künstler schon tot ist, ist es schwierig dessen Provenienz sowie Echtheit lückenlos zu beweisen. Wo es nachweisbar auch lebende Künstler gibt, die eine Fälschung ihrer Werke nicht erkennen ( laut Pressebericht ). Wie können da erst Fachleute 100%ige Expertisen abgeben, und das nach Jahrzehnten? Oder oft sogar nur eine Expertise von einem Foto als Echt zu erklären, ohne das Original jemals gesehen zu haben. Das muss man sich mal vorstellen!

    Dagegen kann man vorbeugen, ich meine als Künstler – und das noch zu Lebzeiten. Das ist für mich spannende Kunst, etwas zu schaffen und zu bewegen das nicht gefälscht werden kann, und absolute Sicherheit bietet, und der Sammler in Zukunft wieder vertrauen zum sammeln findet. besuchen Sie mich auf meiner Homepage, und überzeugen sie sich von meinem System. im Gespräch mit Fachleuten die mich kennen und Expertisen machen bin ich ein ROTES – TUCH in dieser branche, nach ihren Aussagen sogar geschäftsschädigend, mit leichter Androhung dies zu unterlassen. Weil nach ihren Aussagen es keine Fälschungen in absehbarerer Zeit dadurch möglich wären. Das heißt im Klartext, dass Fälschungen, sei es durch Versicherungen, oder Expertisen einschlägiger Fachleute das beste Geschäft ist am intern. Kunstmarkt. Denn man spielt bewusst mit der Unsicherheit des Käufers – leider! So schaut die Wirklichkeit aus in dieser branche. Genau diese Äußerungen jener Fachleute hat mich als Künstler bewogen etwas auf diesem Sektor in Prävention gegen Fälschungen zu unternehmen, und wenn es nur ein Tropfen am heißen Stein ist. Aber man kann dadurch diesen herschafften aufzeigen, dass es Möglichkeiten gibt, wo Manipulationen in Zukunft völlig ausgeschlossen sind. Gefälscht wurde schon immer solange es Kunst gibt – LEiDER! Mehr zur Sicherheit mit dieser Einzigartigkeit gegen Kunstfälschungen im 21. Jahrhundert finden sie unter:
    www.fingerprint-on-art.com


  • Sollte man nicht besser die Ermittlungen der Polizei abwarten ? Es ist doch ein erhebliches Problem für die Experten auch für Frau Dr.Soika.Denn sie hatte doch auch bis vor wenigen Monaten offensichtlich an die Echtheit der bilder geglaubt und dies doch auch noch schriftlich festgehalten.

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