Kunstförderung
Private Stiftung ermöglicht Museums-Anbau

Meist wirkt die nach dem Glas-Unternehmer Günther Peill benannte Stiftung im Verborgenen. Etwa, wenn sie zeitgenössische Künstler fördert und Arbeiten ankauft, die sich Museen nicht mehr leisten können. Doch jetzt hat die Stiftung den Anbau an das schmucke Leopold-Hoesch-Museum in Düren mit 2,3 Mio. Euro initiiert.
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DÜREN. Wenn am 19. Dezember das Leopold-Hoesch-Museum in Düren seine Wiedereröffnung feiert, besitzt Nordrhein-Westfalens reiche Museumslandschaft einen weiteren kulturellen Anziehungspunkt. Etwas mehr als 100 Jahre alt ist das Haus, das der Industrielle Leopold Hoesch zu Beginn des 20. Jahrhunderts stiftete - damals schon mit dem Gedanken: "Wenn genügend Kunstwerke da sind, dann müssen wir erweitern." Nun präsentiert sich das neobarocke Schmuckstück von Grund auf saniert und um einen Erweiterungsbau des Kölner Architekten Peter Kulka ergänzt.

Möglich gemacht hat den Neubau die Günther-Peill-Stiftung, die 2,3 Mio. Euro von den ca. 6,4 Mio. Euro Baukosten schulterte, also fast 40 Prozent. Die Stadt ihrerseits trug 10 Prozent bei. Damit war die Voraussetzung für eine Übernahme der restlichen 50 Prozent durch das Land Nordrhein-Westfalen geschaffen. Für die Sanierung des Altbaus bewilligte die Stadt zusätzliche 1,5 Mio. Euro.

Peill erinnert an die Glashüttenwerke in Düren

Obwohl letztlich alle Beteiligten erhebliche Anstrengungen unternommen haben, ist das Staunen über die Großzügigkeit des privaten Förderers angebracht. Mit dem Namen Peill verbindet sich zunächst die Erinnerung an die schönen Glas-Produkte der in Düren ansässigen Peill & Putzler Glashüttenwerke GmbH, die 1994 geschlossen wurden. Carola (gest. 1992) und Günther Peill (gest. 1974) waren aber auch leidenschaftliche Kunstsammler, Günther Peill zudem langjähriger Vorsitzender des Freundeskreises am Museum Ludwig in Köln. Dort ist denn auch ihre gut bestückte, insbesondere mit ihrem Ernst Wilhelm Nay-Bestand brillierende Sammlung Klassischer Moderne beheimatet.

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