Kunstkammer Wien
Glanzvolle Wiedereröffnung

Die Wiener Kunstkammer ist nach zehn Jahren mit wiedereröffnet. Die Fülle an kostbaren Elfenbeinarbeiten, Steinschnitt- und Goldschmiedekunst ist überwältigend. Für das Schlange Stehen wird man mit dem Besten belohnt.
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Es ist ein Ereignis der Superlative: Nach zehn Jahren ist die Wiener Kunstkammer mit ihren weltweit einmaligen Schätzen höfischen Kunsthandwerks wiedereröffnet: In 20 Sälen sind auf 2 700 Quadratmetern 2 200 großartigste Objekte der Habsburger-Sammlung im Kunsthistorischen Museum ausgebreitet. Die Fülle an kostbaren Elfenbein- oder Bergkristallarbeiten, Bronzen, Steinschnitt- und Goldschmiedekunst ist überwältigend. Neben Cellinis berühmtestem Salzfass der Kunstgeschichte macht auch ein Tafelaufsatz aus Kristall und Edelstein in Form eines Reihers staunen. Hier liegt die Messlatte für alle Händler, die demnächst solche Kostbarkeiten in Maastricht anbieten; hier schult der Kunstfreund seinen Blick. Wurden die Kosten bei der letzten Neupräsentation 1935 noch schamlos von 100 000 auf 189 000 Schilling überzogen, konnte Generaldirektorin Sabine Haag das Budget von 18,5 Millionen Euro, davon 80 Prozent aus öffentlicher Hand, einhalten. Die Präsentation verzichtet auf die Kunstkammer-Ordnung nach Materialien. Chronologisch folgt sie den Habsburger Herrschern seit Ferdinand III. Um den Besucherstrom zu kanalisieren, gibt es Zeitfenster zur Besichtigung. Belohnt wird man mit dem Besten, was Steinschneider, Bildhauer oder Goldschmiede im 16. und 17. Jahrhundert in Florenz, Augsburg oder Nürnberg hervorgebracht haben.

Kommentare zu " Kunstkammer Wien: Glanzvolle Wiedereröffnung"

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