Kunstmesse Düsseldorf
Antiquitätenmesse steht auf der Kippe

In Deutschland ist ein Konzentrationsprozess der Kunstmessen im Gang. Nachdem sich das Berliner Artforum von der Bühne verabschiedet hat, geht es nun um die Existenz der Kunstmesse Düsseldorf. Noch haben sich nicht genügend Händler angemeldet.
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DüsseldorfDie Kunstmesse Düsseldorf droht mit ihrem Ende. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, wenn nicht ein Ruck durch die Händlerschaft geht“, erklärte Messemacher Michael Daniels gegenüber dem Handelsblatt. 60 Teilnehmer hätten sich für die nächste Ausgabe vom 8. bis 12. Februar 2012 bislang angemeldet. Das wäre aber zu wenig, gemessen am Kostenapparat. 80 sollten es schon sein. „Bei mir muss sich das wirtschaftlich tragen“, ergänzte der mit seiner TexStyle GmbH in Neuss ansässige Unternehmer und verwies auf 81 Teilnehmer der letzten Ausgabe. Ein Blick auf die Entwicklung der Ausstellerzahlen zeigt allerdings den Erosionsprozess. 2010 waren noch 93 Aussteller dabei, sieben weniger als 2009. Zuletzt hatten renommierte Düsseldorfer Händler wie Rainer Ludorff die Treue aufgekündigt.

Der Weg der vielen kleinen Messen hat Grenzen

Vor fünf Jahren hatte Daniels die Messe als Antique & Kunstmesse Düsseldorf gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Josef M. Renk gegründet. Damals befand sich die benachbarte Cologne Fine Art in einer Schwächephase und wechselte vom Frühjahrs- auf den Herbsttermin. Beide Messen ziehen erfahrungsgemäß ein unterschiedliches Publikum an, wobei die Düsseldorfer Veranstaltung eher eine niederländische und nordwestdeutsche Klientel anspricht. Unter den Händlern, die sich bereits für die kommende Ausgabe angemeldet haben, sind Christian Eduard Franke aus Bamberg, Antiquitäten Steinbeck aus Aachen, die Stuttgarter Gemäldehandlung Maier & Co. Fine Art und das Kunsthaus Bühler, die Händler für Klassische Moderne Remmert & Barth aus Düsseldorf und Dr. Renate Krümmer aus Hamburg.

Die Schwierigkeiten der Kunstmesse Düsseldorf zeigen einmal mehr, dass der Weg, den Deutschland mit seiner Vielzahl regionaler Messen beschreitet, ein schwieriger ist. Die positiven Entwicklungen in München und in Köln deuten auf einen sicher überfälligen Konzentrationsprozess hin. Die Frage ist im Übrigen, was eigentlich das niederländische und nordwestdeutsche Publikum der Kunstmesse Düsseldorf daran hindern soll, nach Köln zu fahren.

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