Kunstmesse
In Maastricht beginnt die Tefaf

Kunst im Wert von 2,5 bis 3 Milliarden Euro steht ab Freitag in Maastricht zum Verkauf.
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Maastricht

Auf der weltweit wichtigsten Kunst- und Antiquitätenmesse The European Fine Art Fair (Tefaf) können Sammler bei 260 Händlern unter etwa 30.000 Objekten wählen. In die kleine Stadt im südlichen Holland reisen mittlerweile auch Käufer aus Chile, Brasilien und Uruguay.

Die Messeleitung erwartet, dass sich bald auch chinesische Sammler hierher orientieren werden. "Aber noch sind wir nicht soweit", sagt Chairman Antiquairs Ben Janssens. "Wir werden in diesem Herbst aktiv chinesische Sammler ansprechen". Preise für die Objekte aus insgesamt 4000 Jahren reichen vom vierstelligen Bereich bis in Millionenhöhe. Traditionell sind hier Händler seltener alter Meister besonders gut vertreten. Angeblich sind 70 Prozent der weltweit zum Verkauf stehenden Spitzenstücke versammelt.

47 Millionen Dollar soll Rembrandts "Porträt eines Mannes mit den Händen in den Hüften" von 1658 kosten, das Otto Naumann (New York) dem amerikanischen Kasinounternehmer Steve Wynn abkaufte. Bei ihm hängt auch das große Porträt des Nürnbergers Sigismund Baldinger von 1545 (12 Millionen Euro) vom Dürerzeitgenossen Georg Pencz.

Ein wiederentdecktes Meisterwerk des Flamen Frans Francken d.J. zeigt bei Johnny van Haeften (London) die Wahl des Menschen zwischen Tugend und Laster (1633) zu 10,3 Millionen Euro. Dickinson (London, New York) vermittelt Pierre-Auguste Renoirs frühes Bild einer blumenpflückenden Dame (um 1874, 15 Millionen Dollar), das seit 1955 im Sterling and Francine Clark Art Institute in Williamstown (MA) gehangen hatte. Das Museum besitzt eine der größten Renoirsammlungen in den USA.

Auch der Juwelensektor ist bestens bestückt: bei Laurence Graff aus London blitzt der gelbe "Delaire Sunrise" Diamant (118,08 Karat). Er kostet 18 Millionen Euro.

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