Kunstmesse zum letzten Mal im Herbst
Pferde für die „Art Cologne“

15 000 Kunstliebhaber werden morgen zur Eröffnung der 40. „Art Cologne“ strömen. Von Mittwoch an zeigen 185 Galerien Kunst aus allen Sparten und jedlicher Stilrichtung. Fast spürbar atmet die in die Jahre gekommene Kunstmesse in diesem Jahr durch.

HB KÖLN. Nein, die zwölf Pferde in der extra großen Messekoje des Internationalen Kölner Kunstmarktes Art Cologne sind keine Augentäuschung: Die Vierbeiner im Dienst der Kunst stellen eine Arbeit des Wahlitalieners Jannis Kounellis dar, mit der der Prophet der Arte Povera 1969 erstmals die Kunstszene irritiert hat. War damals die Installation „12 Lebende Pferde“ als Kritik an der Kommerzialisierung der Künste gedacht, erinnern die Tiere in Köln - mit Billigung des Veterinäramtes - an die Zeit, in der auch am Rhein alles anfing. Zum 40. Kunstmarkt in Köln zeigen von diesem Mittwoch an 185 Galerien aus 28 Ländern ihre Angebote an Kunst von der Klassischen Moderne bis Heute.

Bis zum 5. November werden rund 70 000 Besucher auf dem Parcours für Kulturbeflissene erwartet, der in diesem Jahr zum letzten Mal traditionell im Herbst ausgerichtet wird. Von 2007 an wird die in die Jahre gekommene Kunstmesse, von der mancher Aussteller und Käufer zur Konkurrenz zwischen Basel, London und Berlin abgewandert ist, erstmals im Frühling veranstaltet (18. bis 22. April).

Für den neuen Frühjahrstermin lägen bereits interessante Galeristen-Bewerbungen vor, über eine Expansion nach Mallorca wird gemunkelt und in der stets konkurrierenden Kunststadt Düsseldorf zeichnet sich im Vorfeld einer erwarteten Marktbelebung ebenfalls eine neue Messe für junge Kunst ab. Seit Jahren wird während der Art Cologne, die mit ihrem 60-Millionen-Euro-Umsatz zu den globalen Schwergewichten gehört, auf der anderen Rheinseite Kölns zudem die Messe „art.fair“ mit rund 70 Galerien als kleine Konkurrenz organisiert.

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