Kunstsammlung NRW
Geburtstag mit Paul Klee

Zu ihrem 50-jährigen Bestehen gibt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ein Fest für Jung und Alt. Das Geschenk bringt die renommierte Düsseldorfer Institution selber mit: ein Aquarell von Paul Klee.
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Mit Paul Klee beginnt die Geschichte der Düsseldorfer Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und mit einer Ruhmestat staatlicher Kulturpolitik. 88 Bild und Papierarbeiten des phantasiebegabten Malers und Zeichners konnte das Land Nordrhein-Westfalen vor einem halben Jahrhundert erwerben und damit den Grundstock für die Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen legen. Sie feiert am 7. September 2011 mit großem Programm ihren 50. Geburtstag.

„Von einem Tag auf den anderen rückte Düsseldorf in das Blickfeld der gesamten Kunstwelt“, erinnerte sich Gründungsdirektor Werner Schmalenbach (1920-2010) in seiner Ansprache zur Eröffnung seines Hauses. Schon damals besaß es die größte Klee-Sammlung Deutschlands. „Bilder zu sammeln, deren Schönheit, deren Zauber und deren Kraft das Geld vergessen lassen, mit dem sie aufgewogen wurden“, nahm sich der angesehene und eigensinnige Museumsmann damals vor.

Gründe für eine große Liebe

Heute reiht sich die Kunstsammlung mit ihren nach höchsten Qualitätskriterien erworbenen Klassikern der Moderne und der Gegenwart in die großen, international bedeutenden Museumssammlungen ein. Dass heute so viele Menschen sagen, „diese Sammlung hat meinen Kunstgeschmack geprägt“, ist für die amtierende Direktorin Marion Ackermann denn auch der wichtigste Grund, warum man die Kunstsammlung einfach lieben muss.

Der jüngste Ankauf eines Klee-Bildes ist eine Geburtstagsgabe, die sich die Landesstiftung selber schenkt: „Polyphone Strömungen“ aquarellierte Klee 1929 mit feinen, aufwärts schwingenden Linien und pflanzlichen Strukturen auf einem für ihn ungewöhnlich großen Blatt. Schon deshalb ist diese Arbeit, die als 100. Werk des Malers nun Eingang in die Kollektion findet, eine Rarität. Und vielleicht macht sie Lust auf die nächste große Klee-Retrospektive, die ab Herbst im Ständehaus gezeigt werden soll.

Ein Fest für alle Sinne

Für den 7. September verspricht die Kunstsammlung ein „Fest für alle, für die alten und neuen Freunde der Kunstsammlung“ zu geben. Gefeiert wird an allen drei Standorten, am Grabbeplatz (K20), im Ständehaus (K21) und im Schmela Haus auf der Mutter-Ey-Straße, wo am Abend auch eine Ausstellung des New Yorker Künstlers Jordan Wolfson eröffnet wird. Kunst, Literatur, Tanz und Musik stehen auf dem Programm. Alle Sinne will das Team der Kunstsammlung ansprechen, in 50 Kurz-Führungen Einzelwerke der in fünf Jahrzehnten systematisch aufgebauten Sammlung beleuchten, aber seine Besucher auch hinter die Kulissen führen. So wollen Mitarbeiter aus allen Abteilungen erklären und zeigen, was die noch immer gültigen Aufgaben eines Museums sind: Sammeln, Bewahren, Forschen und Ausstellen.

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen feiert ihren Geburtstag im Rahmen des KPMG Kunstabends am 7. September von 16 bis 22 Uhr. Eintritt und Führungen sind frei.

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