Kurzrezension
Der Tod kommt mit der Hitze

Dieses Buch des niederländischen Romanciers Maarten 't Hart ist anders als sein Bestseller "Die Netzflickerin" und doch ebenso ein Meisterwerk. Vor allem aber ist das Buch - obwohl Krimi - unglaublich komisch und voller absurder Momente.

An einem Sonnenstich ist die Laborantin Roos gestorben, am Strand von Katwijk, am einzigen heißen Tag in einem verregneten holländischen Sommer. Das ist die offizielle Todesursache. Die Frau mit den extralangen, rot lackierten künstlichen Fingernägeln hinterlässt ihrer Freundin Leonie sehr viel Geld und eine schöne Wohnung - wenn diese dorthin zieht und ihre Katzen versorgt. Schnell bekommt Leonie Zweifel am Unfalltod ihrer Freundin, sie wird zum Privatdetektiv in eigener Sache. Und während sie unabsichtlich immer mehr in Roos? Identität schlüpft, entwickelt sich ein spannender Krimi mit äußerst ungewöhnlichen Wendungen.

Dieses Buch des niederländischen Romanciers Maarten 't Hart ist anders als sein Bestseller "Die Netzflickerin" und doch ebenso ein Meisterwerk. Es ist von leichter Hand geschrieben und schwer aus der Hand zu legen. Vor allem aber ist das Buch - obwohl Krimi - unglaublich komisch und voller absurder Momente. Wenn 't Hart zum Beispiel ausführlich beschreibt, wie Leonie den Sado-Maso-Abgründen ihrer toten Freundin auf die Spur gerät. Schon die Schilderung des Notars Graafland Groenhoven, der kein "g" sprechen kann, macht das Taschenbuch zur perfekten Liegestuhl-Lektüre - nicht nur im Holland-Urlaub.

Maarten 't Hart: Die Sonnenuhr. Piper Verlag, München 2005, 332 Seiten, 9,90 Euro

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