Kurzrezension
Die Prinzen von Calabar

Viele Millionen Menschen wurden im transatlantischen Sklavenhandel aus Afrika in die Neue Welt verschleppt. Bücher darüber gibt es viele, doch Berichte aus der Perspektive der Opfer so gut wie gar keine. Nun hat der Historiker Randy J. Sparks einen ganz besonderen Fund gemacht:

Die Briefe von Ephraim und Ancona Robin Robin-John, zwei Sprösslingen einer afrikanischen Herrscherfamilie. Darin schildern die beiden, wie sie durch widrige Umstände in die Fänge britischer Menschenhändler gerieten. Ihre Odyssee führte sie in die Karibik, nach Virginia, England und zurück nach Afrika. Ein bemerkenswertes Dokument, das bis dato unbekannte Einblicke in die Mechanismen dieses grausamen Geschäftes aufzeigt. Sparks verwebt dabei die ungewöhnliche Lebensgeschichte der beiden Prinzen von Calabar sehr gekonnt mit dem Entstehen der kreolischen Kultur und den Anfängen der Anti-Sklaverei-Bewegung.

Randy J. Sparks: Die Prinzen von Calabar - Eine atlantische Odyssee. Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Berlin 2005, 206 Seiten, 14,90 Euro

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