Kurzrezension
Ein neues Leben in der fremden Welt

Wer träumt nicht davon? Alles hinter sich lassen und auswandern. Jahr für Jahr brechen mehr als 100 000 Deutsche auf und beginnen ein neues Leben in der Ferne. Kerstin E. Finkelstein ist einmal um den Globus gereist und hat deutsche Auswanderer besucht.

HB DÜSSELDORF. Sie schildert in vierzig Reportagen, wie sich nicht nur das Leben, sondern die Menschen selbst in der Ferne verändern und mehr als nur ihr geliebtes Schwarzbrot vermissen. Weil Deutscher zu sein sich in China anders anfühlt als an der Küste Floridas, zieht jedes Land unterschiedliche Auswanderertypen an.

Familien, die sich in Australien eine neue Existenz aufbauen, schätzen den lockeren Lebensstil. Abenteurer bevorzugen asiatische Länder, und Spanien ist das ideale Land für den dritten Lebensabschnitt. Bei allen Unterschieden lassen sich die Deutschen aber eines nicht nehmen: Sie gründen Vereine, Clubs und Stammtische, um das deutsche Brauchtum zu pflegen - meist deutscher als in der alten Heimat, der sie voller Frust, Langeweile oder einfach nur aus purer Lust am Neuen entflohen sind.

Kerstin E. Finkelstein
Ausgewandert - Wie Deutsche in aller Welt leben
Christoph Links Verlag, Berlin 2005,
256 Seiten, 14,90 Euro

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