Kurzrezension
Morde mit dem Dreizack

Rätselhafte Dinge geschehen in diesem Buch: Ein Mörder verübt grauenvolle Serienmorde mit dem Dreizack. Ein Kommissar steht unter Mordverdacht. Fred Vargas baut in ihrem neuen Kriminalroman eine erschreckende Kulisse auf.

Denn schon Jahrzehnte zuvor hatte ein Mörder, ein bekannter Richter, zahlreiche Menschen mit diesem Werkzeug getötet. Doch er wurde gefasst und ist nun schon 16 Jahre tot. Wer hat jetzt seine Methode übernommen? Die französische Autorin mit dem männlichen Vornamen stellt Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg in ihrem neuen Buch vor besondere Herausforderungen.

Denn für den Melancholiker wird die Suche nach dem Mörder mit der dreizinkigen Waffe zur Obsession. Zumal der Kommissar persönlich in den Fall verwickelt ist. Er will seinen verschollenen Bruder rehabilitieren, dem ein lange zurückliegender Mord mit dem Dreizack zur Last gelegt wird. Bei den Ermittlungen verliebt sich Adamsberg auf einer Dienstreise in Kanada in eine junge Frau, die kurz darauf mit dem gleichen Werkzeug ermordet wird. Die Geschichte ist schräg und surreal. Man muss sich dabei auf die eine oder andere Kapriole einlassen. Wem das gelingt, der wird belohnt: Denn "Der vierzehnte Stein" gehört zum Besten, was Leser zurzeit an anspruchsvoller Spannungsliteratur finden können.

Fred Vargas: Der vierzehnte Stein. Aufbau Verlag, Berlin 2005, 479 Seiten, 22,90 Euro

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