Kurzrezensionen
Tiefe

Henning Mankell, Schöpfer des weltberühmten Kommissars Wallander, begibt sich erstmals auf historisches Terrain und erzählt eine Geschichte, deren Handlung im Ersten Weltkrieg angesiedelt ist.

Protagonist seines neuen Romans ist der Marineoffizier Tobiasson-Svartman, ein Spezialist der Distanzvermessung. Tobiassons Beruf färbt auch auf das Privatleben ab. Selbst seine Ehe mit Kristina verläuft "auf Distanz". Diese introvertierte Eigenbrötelei endet abrupt, als der Marineoffizier während einer Dienstfahrt auf einer kleinen Insel eine einsame Fischerin entdeckt. Mit dem Auftreten jener Sara kippt die bis dahin gemächliche Handlung und erhält die Mankell-typischen Spannungsmomente. Der Protagonist verwandelt sich in einen Besitz ergreifenden Tyrannen und steigert sich in einen mörderischen Wahn. Ein Roman, der eine beklemmende Atmosphäre hervorruft und uns Henning Mankell auch als Meister abseits des Krimimilieus präsentiert.

Henning Mankell:

Tiefe.

Zsolnay Verlag, Wien 2005,

366 Seiten, 21,50 Euro

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