Legendäre CNN-Talkshow: Brite Piers Morgan beerbt Larry King

Legendäre CNN-Talkshow
Brite Piers Morgan beerbt Larry King

Talk-Legende Larry King gibt seine weltbekannte Sendung „Larry King Live“ nach einem Vierteljahrhundert zum Jahresende ab. Nun steht sein Nachfolger fest: Ab Januar wird der Engländer Piers Morgan die amerikanische Fernsehinstanz weiterführen. Morgan war in seiner beeindruckenden Karriere unter anderem auch Juror bei „America's Got Talent“.
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HB NEW YORK/LOS ANGELES. Der Nachfolger für den amerikanischen Talkshow-Veteran Larry King steht fest: Nach monatelangen Spekulationen teilte der US-Sender CNN am Mittwoch mit, dass der 45-jährigen Engländer Piers Morgan die populäre Talkshow des 76-jährigen King übernimmt. Ab Januar werde Morgan die abendliche Sendung von New York aus leiten, hieß es. Über CNN-International werde die Show zudem in mehr als 200 Ländern ausgestrahlt.

Nach einem viertel Jahrhundert hinter dem Mikrofon hatte King Ende Juni seinen Rückzug von der Talkshow „Larry King Live“ bekanntgegeben. Die beliebte Sendung mit Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Showgeschäft - unter anderem mehreren US- Präsidenten, Michael Jackson und dem libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi - war über CNN-International auch in Deutschland zu sehen.

„Ich habe mir „Larry King Live' fast die ganzen 25 Jahre angeschaut und davon geträumt, eines Tages die legendären Hosenträger dieses Mannes auszufüllen, den ich für den größten TV-Interviewer aller Zeiten halte“, sagte Morgan in einer Mitteilung.

Fernsehzuschauern kennen den Engländer in seiner Rolle als Juror in britischen und amerikanischen Talentshows, darunter „America's Got Talent“. Er war früher Chefredakteur der Boulevardblätter „Daily Mirror“ und „News of the World“.

King, bekannt durch seine große, schwarze Brille und seine Hosenträger, gilt als einer der bekanntesten Fernsehstars der USA mit zahlreichen Gastauftritten in Filmen. Vor seinem Mikrofon saßen Berühmtheiten wie Ronald Reagan, Bill Clinton, Frank Sinatra, Marlon Brando und Jennifer Lopez. Zuletzt hatten sich die Einschaltquoten aber fast halbiert. Der 76-Jährige war kürzlich selbst in die Schlagzeilen geraten, weil er sich von seiner achten Ehefrau scheiden lassen wollte, sich dann aber doch wieder mit ihr versöhnte.

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  • Es ist erschreckend, wie rasant viele US-Medien "anglisiert" werden. CNN, bloomberg - überall kommt süffisant britisches daher.
    Es geht die zwar derbe, aber eben typisch amerikanische Ehrlichkeit verloren. "Leistung und Verantwortung" verschwimmen zu Gunsten von "Stil und Absicherung".

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