Leinwandheld der „goldenen Jahre“
Glenn Ford mit 90 gestorben

Glenn Ford, einer der letzten Leinwandhelden aus Hollywoods „goldenen Jahren“, ist tot. Der 90 Jahre alte Schauspieler starb am Mittwoch in seinem Haus in Beverly Hills (Kalifornien), berichtete der Radiosender KCBS.

HB LOS ANGELES. Nach Angaben der örtlichen Polizei wurde eine Ambulanz zu der Villa des Stars gerufen. Doch Ford sei bereits tot gewesen, als die Sanitäter eintrafen. Der Schauspieler hatte sich nach einer Serie von Schlaganfällen seit 15 Jahren nicht mehr öffentlich gezeigt.

Mit Rollen in mehr als 100 Filmen, in zahlreichen Bühnenstücken und Fernsehserien war Ford jahrzehntelang einer der meistbeschäftigten Darsteller. Viele kennen den gebürtige Kanadier als rauen Helden in Western wie „Cimarron“ und „Cowboy“.

An der Seite von Betty Davis und Rita Hayworth feierte er 1946 mit „Die große Lüge“ und „Gilda“ seine ersten großen Leinwanderfolge. 1953 holte ihn Fritz Lang für den Polizeifilm „Heißes Eisen“ vor die Linse. In „Saat der Gewalt“ (1955) spielte Ford einen Lehrer, der sich gegen rebellierende Schüler durchsetzen muss.

Während der 50er Jahre blieb Ford ein Zugpferd der US-Filmindustrie. Erst in den 60ern ging es mit seiner Karriere bergab - er spielte in immer mehr zweitklassigen Produktionen mit. Über die Jahre war Ford in über 200 Filmen zu sehen. Geboren wurde er 1916 in der französisch-sprachigen Provinz Quebec in Kanada. Im Alter von sieben Jahren zog er mit seiner Familie nach Santa Monica in Kalifornien. Ford war vier Mal verheiratet, unter anderem mit der US-Schauspielerin Eleanor Powell.

Seine lange Karriere sollte 1993 mit einem letzten Auftritt in dem Western „Tombstone“ gekrönt werden. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste Ford am Ende passen. An seinem 90. Geburtstag am 1. Mai sollte er bei einer Ehrenfeier in Hollywood erscheinen. Doch er war schon zu schwach, um an der Würdigung teilzunehmen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%