Leipziger Buchmesse startet: Extremismus als Herausforderung

Leipziger Buchmesse startet
Extremismus als Herausforderung

Zum Auftakt der Leipziger Buchmesse zeigt sich die Branche optimistisch – sie hat gegenüber den Internetriesen Boden gut gemacht. Gefahren sieht sie in islamistischem Terror und extremistischer Meinungsmache.
  • 0

LeipzigMit einem nachdrücklichen Appell zur Verteidigung der Meinungsfreiheit ist die Leipziger Buchmesse eröffnet worden. Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, sagte am Mittwochabend bei einem Festakt im Leipziger Gewandhaus, Ereignisse wie der Terroranschlag auf das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo seien auch für das Selbstverständnis der Buchbranche eine Herausforderung.

„Haben wir in der Vergangenheit immer klar genug Position bezogen, wenn die Presse- und Meinungsfreiheit eingegrenzt wurde? Dieser Frage müssen wir uns stellen“, so Riethmüller laut vorab verbreitetem Redetext. Unter dem Slogan „Für das Wort und die Freiheit“ will der Börsenverein bei der Messe auf die besondere Verantwortung von Verlagen, Autoren und Buchhandlungen hinweisen. Insgesamt präsentieren sich bei der Frühlingsschau der Branche bis zum Sonntag (15.3.) mehr als 2200 Aussteller.

Der Buchhandel geht laut Alexander Skipis, dem Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, „mit großem Selbstbewusstsein und Optimismus“ in das neue Jahr. Zwar sei der Umsatz 2014 insgesamt um rund zwei Prozent gesunken. Der stationäre Buchhandel habe jedoch nur 1,2 Prozent verloren, sein Umsatzanteil sei damit gegenüber dem Online-Handel um etwa ein Prozent gestiegen.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Skipis. „Wir haben gezeigt, dass wir es besser können als der Online-Handel, dass wir es besser können als Amazon.“ Insgesamt hat der deutsche Buchmarkt ein Umsatzvolumen von rund 9,5 Milliarden Euro.

Seite 1:

Extremismus als Herausforderung

Seite 2:

„Für das freie Wort, gegen Ausländerhass“

Kommentare zu " Leipziger Buchmesse startet: Extremismus als Herausforderung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%