Leon Black
Eine Immobilie mit Geschichte

Bei Knoedler & Company in New York erwarben William Rockefeller und Henry Clark Frick ihre Gemälde. Nun kaufte der Großinvestor Leon Black für 50 Millionen Dollar das Haus, in dem die legendäre Galerie einst ihren Firmensitz hatte.
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New York.Der spektakuläre Kauf von Edvard Munchs „Schrei“ ging 2012 auf sein Konto. Jetzt kaufte der Megainvestor Leon Black das New Yorker Haus, in dem die Galerie Knoedler Kunstgeschichte schrieb.

Dem dreiundsechzigjährigen Leon Black, Chairman, CEO und Director des Investment- und Beteiligungsunternehmens  Apollo Global Management LLC und Managing Partner von Apollo Management LP, gelingen  immer wieder Schlagzeilen in der New Yorker Kunstszene. 2012 wurde er als Käufer von Munchs Pastellzeichnung „Der Schrei“ (1895) identifiziert, die bei Sotheby’s zu 120 Millionen Dollar zugeschlagen wurde, er sitzt in den Vorständen von MoMA und dem Metropolitan Museum of Art. Black investiert aber auch in Startups, wie etwa in die junge New Yorker iPad-App ArtBinder, die Galerien bei der Inventarverwaltung unterstützt.

Schlagzeilen machte Black erst in der vergangenen Woche, als er seinem 2012 erworbenen Kunst- und Kochbuchverlag Phaidon den online-Händler Artspace.com hinzufügte. Nun wird er auch als Käufer einer der prominentesten Residenzen auf Manhattans Upper East Side gehandelt. Glaubt man der „New York Post“, kaufte Leon Black für 50 Millionen Dollar den ehemaligen Firmensitz der Galerie Knoedler & Company. Das sechsstöckige Haus in bester Lage zwischen Fifth und Madison Avenues, gleich neben der Frick Collection gelegen, war 1909 als Residenz für ein Mitglied der Vanderbilt-Familie errichtet worden.

Nach der Schließung der Galerie 2011 stand es zu fast 60 Millionen Dollar zum Verkauf, erlöste mit 31 Millionen aber nur etwa die Hälfte. 2013 wanderte die renovierungsbedürftige Immobilie mit über 1330 Quadratmeter Wohnfläche für 35 Millionen Dollar weiter in die Hände des prominenten Londoner Immobilienentwicklers Christian Candy. Candy plante zunächst den Umbau zur Ein-Familien-Residenz, suchte aber seit einiger Zeit einen Käufer. „Kein Kommentar“, so Candys Makler Louis Buckworth zum Status der Verkaufsverhandlungen gegenüber dem Handelsblatt. Candy ist derzeit noch Eigentümer.   

Annika Reinert
Barbara Kutscher
Handelsblatt New York / U.S. Correspondent Arts and Art Market

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