Leonardo da Vinci
Der „Erlöser“ geht auf Reisen

PaidContent - FREE (Aufhebungsmarker)Per Twitter teilte der Louvre Abu Dhabi mit, dass es den „Salvator Mundi“ Leonardo da Vincis demnächst ausstellen werde. Als Käufer des teuersten Gemäldes der Welt vermutet man einen saudi-arabischen Prinzen.
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ParisLeonardo da Vincis „Salvator Mundi“, der im November für 450,3 Millionen Dollar (381 Millionen Euro) in New York versteigert wurde, ist demnächst im Louvre Abu Dhabi zu sehen. Dies teilte das erst kürzlich eröffnete Museum per Twitter mit. Allerdings ist noch unsicher, ob das extrem restaurierte Gemälde in die erste Wechselausstellung aufgenommen wird. Organisiert wird die am 21. Dezember anlaufende Schau vom Generaldirektor des Pariser Louvre, Jean-Luc Martinez. Thematisch wäre dies ein gerechtfertigter Knaller, denn betitelt ist die 150 Objekte umfassenden Ausstellung mit „Von einem Louvre zum anderen: ein Museum für alle eröffnen“. In jedem Fall will Martinez den „Erlöser“ auch in die Leonardo-Schau im Pariser Louvre 2019 aufnehmen.

Die amerikanische Presse meldet als vermutlichen Käufer des Bildes den jungen saudi-arabischen Prinzen, Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhad Al-Saud. Er soll dem Kronprinzen von Saudi Arabien, Mohammed bin Salman nahe stehen.

Bader ist einer der jüngsten international agierenden Unternehmer Saudi Arabiens und Vizepräsident des Verwaltungsrates der US-Energie-Gruppe Energy Holdings. Weiter betätigt er sich in diversen Bereichen wie Immobilien, Kommunikation, Energie und Wiederverwertung. Er könnte das Gemälde, bei dem es sich um das einzige, Leonardo zugeschriebene Gemälde in Privathand handelt, bei Christie's New York ersteigert haben (s. Handelsblatt v. 24.11., online v. 25.11.2017), um es an Museen im Mittleren und Fernen Osten zu vermieten, wie der Gründer und Betreiber von Artprice, Thierry Ehrmann, behauptet. Der Einlieferer des Gemäldes, Dmitry Rybolowlew, erwarb das Bild über seinen Lieferanten Yves Bouvier für 127,5 Millionen Dollar. Trotz eines substantiellen Gewinns führt Rybolowlew weiterhin Prozesse gegen den Genfer „König der Zollfreihäfen“ Bouvier wegen „Betrug“ und „Beihilfe zur Geldwäsche“.

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