Leonardo da Vinci in der Schweiz: Angebliches Werk von Leonardo da Vinci aufgetaucht

Leonardo da Vinci in der Schweiz
Angebliches Werk von Leonardo da Vinci aufgetaucht

Seit Jahrhunderten soll von dem Gemälde von Leonardo da Vinci jede Spur gefehlt haben. Nun machen die Behörden in einem Tresor in der Schweiz einen sensationellen Fund.
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RomEin möglicherweise unschätzbar wertvolles Gemälde, das von Leonardo da Vinci stammen soll, ist in der Schweiz beschlagnahmt worden. Das Werk „Ritratto di Isabella d'Este“ soll seit Jahrhunderten verschwunden gewesen sein. Die italienische Polizei hatte in der Sache ermittelt.

Das Porträt, das die Mäzenin und Marquise Isabella d'Este zeigt, sei illegal ins Ausland gebracht worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Pesaro am Dienstag mit. Eine Zeichnung des Porträts hängt im Louvre in Paris. Dort ist auch da Vincis bekanntestes Werk, die Mona Lisa, zu sehen.

Das 61 mal 45,5 Zentimeter große Ölgemälde wurde am Montag in Lugano in einem Tresor in einem Schweizer Geldhaus sichergestellt. Im August 2013 sei ein Hinweis eingegangen, wonach ein Anwalt in Pesaro den Auftrag bekommen habe, das Werk für 95 Millionen Euro zu verkaufen, berichteten italienische Medien unter Berufung auf die Ermittler. Angeblich habe der Preis für das Werk am Ende bei mehr als 120 Millionen Euro gelegen.

Sobald das Gemälde wieder in Italien ist, soll die Urheberschaft endgültig bestätigt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Gesetz zum Transport von Kulturgütern. Der florentinische Maler, Bildhauer und Wissenschaftler Leonardo da Vinci (1452-1519) zählt zu den kreativsten Persönlichkeiten der Kunst- und Wissenschaftsgeschichte.

Das jetzt gefundene Gemälde zeigt Isabella d'Este mit einer dünnen Krone im Haar. Die Zeichnung im Louvre, die das gleiche Motiv hat, entstand 1499-1500. In der Beschreibung des Museums heißt es, dass das dazugehörige Gemälde nie entstanden sei, obwohl Isabella das gewünscht hätte. Die Porträts von Isabella d'Este und der Mona Lisa scheinen da Vincis „fortschreitende Idealisierung des Porträts“ zu repräsentieren, heißt es weiter.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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