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Vorsicht vor pädagogischen Feldzügen gegen Sprachmissbrauch

Die deutsche Sprache hat ihre Tücken: Verstöße wie die unlogische Steigerung von „einzige“ zu „einzigste“ sind verbreitet. Dennoch sollte niemand ungefragt andere auf ihre Fehler hinzuweisen, warnt die Stilexpertin Elisabeth Bonneau aus Freiburg.

dpa/gms FREIBURG. Die deutsche Sprache hat ihre Tücken: Verstöße wie die unlogische Steigerung von „einzige“ zu „einzigste“ sind verbreitet. Dennoch sollte niemand ungefragt andere auf ihre Fehler hinzuweisen, warnt die Stilexpertin Elisabeth Bonneau aus Freiburg.

„Wenn Sie keinen pädagogischen Auftrag als Eltern oder beruflicher Mentor haben, sollten Sie sich sprachliches Verbessern Ihrer Mitmenschen verkneifen“, rät sie. Mit solchen Korrekturhinweisen laufe jedermann stets Gefahr, dem anderen zu nahe zu treten, findet Bonneau. „Da geht es schnell um grundsätzliche Fragen wie: Welche Herkunft hat ein Mensch, welche Bildung und Erziehung?“ Wer keine erzieherische Pflicht hat, sollte über sprachliche Pannen anderer deshalb großzügig hinwegsehen.

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