Literaturnobelpreisträger
Naguib Mahfouz gestorben

Der ägyptische Literaturnobelpreisträger Naguib Mahfouz ist tot. Er war der erste Gewinner des Preises aus einem arabischen Land. Der Schriftsteller war 1994 Opfer eines Attentates geworden nachdem ein Geistlicher ein Buch als blasphemisch verurteilt hatte.

HB KAIRO. Sein Arzt Hossam Mowafi erklärte am Mittwoch, der 94-Jährige sei am Morgen im Krankenhaus gestorben. Seine Ehefrau sei bei ihm gewesen. Er war vor mehr als einem Monat mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mahfouz hatte 1988 den Nobelpreis für Literatur erhalten. Er erzählte in seinen Romanen vom Leben in seiner Heimatstadt Kairo. Schon vor der Verleihung war Mahfouz einer der beliebtesten Schriftsteller des Nahen Ostens.

Er sprach sich stets für einen moderaten Islam und Toleranz gegenüber anderen Religionen aus. 1994 wurde der damals 82-Jährige von einem Attentäter niedergestochen, nachdem ein Geistlicher sein Jahre zuvor erschienenes Buch als blasphemisch verurteilt hatte. Mahfouz erlitt schwere Schädigungen der Nerven in seinem rechten Arm und konnte danach nur unter großen Schwierigkeiten schreiben.

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