„Mama Afrika“ wurde 76 Jahre alt
Südafrikanische Sängerin Miriam Makeba verstorben

Die südafrikanische Sängerin und Bürgerrechtlerin Miriam Makeba tot. Sie starb Krankenhausangaben vom Montag zufolge nach einem Konzert in Italien. Die als "Mama Afrika" bekannte Musikerin wurde 76 Jahre alt.

ap ROM. Mit Liedern wie dem "Click Song" oder dem Tanzlied "Pata Pata" brachte Makeba die Musik ihres Landes und die Tradition der Xhosa einem internationalen Publikum nahe. Sie teilte sich die Bühne mit großen Jazzern wie Dizzy Gillespie und Nina Simone und sang 1962 neben Marilyn Monroe auf der Geburtstagsparty von US-Präsident John F. Kennedy. Ihr Geburtstagsständchen "Wimoweh" wurde als "The Lion Sleeps Tonight" - für andere - ein Kassenschlager.

Ihre ersten Vorstellungen vor Publikum hatte Makeba als Schülerin im Chor in Pretoria, später tingelte sie mit ihrer Band Cuban Brothers und ab 1953 mit den Manhattan Brothers durch Clubs und Hotelbars. Den Sprung nach Übersee machte sie 1959: Damals lud der Dokumentarfilmer Lionel Rogosin, der sie in seinem Anti-Apartheid-Film "Come Back Africa" gefilmt hatte, die Südafrikanerin zur Teilnahme am Filmfest in Venedig ein. Und Ende des Jahres holte Harry Belafonte sie zu Konzerten nach New York und Los Angeles.

Der Weg ins Ausland allerdings führte nicht nur zu den erhofften Engagements auf renommierten Bühnen, sondern begründete auch Makebas mehr als 30 Jahre währendes Exil. Wegen ihres Einsatzes gegen die Rassendiskriminierung blieb der Künstlerin die Einreise nach Südafrika verweigert. Erst Nelson Mandela holte sie 1990 nach dem Ende der Apartheid zurück. Makebas Engagement für Frieden und gegen Rassismus wurde 2001 auch mit der Otto-Hahn-Friedensmedaille der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen belohnt.

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