Manager
Vom Pferd erzählen

Wenn Manager nicht mehr auf den Hund kommen wollen, satteln sie neuerdings auf Hengst oder Stute um – der schnöden Erkenntnis willen.

DÜSSELDORF. Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ So mancher Manager kontert mit anderen Strategien: Er besorgt eine stärkere Peitsche, gründet einen Arbeitskreis, um das tote Pferd zu analysieren, besucht andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet, erhöht die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde oder schirrt mehrere tote Pferde zusammen – damit sie schneller laufen.

Was aber können wir wirklich von Pferden lernen? Landauf, landab mehrt sich die Zahl der Pferde-Philosophen und Unpaarhufer-Psychologen, die Führungsseminare für Manager rund ums Ross anbieten. In den USA schicken große Konzerne ihre Manager sogar schon zu Schulungen mit Pferden.

Der Autor Bernd Osterhammel schreibt vom „Pferdeflüstern für Manager; Mitarbeiterführung tierisch einfach“. Und die Körpersprache-Trainerin Sabine Mühlisch sagt: „Der Umgang mit Pferden lässt eigene Fähigkeiten, aber auch natürliche Grenzen bewusst werden.“

Wer wissen will, ob er gut führen kann, braucht also ein Pferd. Auf allzu lässiges Auftreten zum Beispiel reagiert ein Pferd gern mit der simplen Antwort, dass es selbst die Führung übernimmt. Aber auch Gruppendynamisches dürfen wir vom Vierbeiner lernen, der aus dem Eozän vor 50 Millionen Jahren stammt: „Das Tier, das am meisten Vertrauen und Respekt genießt, managt das Überleben der Gemeinschaft. Dieser Anspruch sollte auch für Führungskräfte gelten“, sagt Mühlisch.

Die Kursteilnehmer, die meist nur rudimentäres Wissen über die Gattung Equus einbringen, werden zunächst mit einfachen Aufgaben betraut: Sie sollen die Pferde im Kreis treiben oder an der Leine führen, und ernten nicht selten widerspenstige Reaktionen.

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