Marathonprozess
Kunsthändlerin verkaufte gefälschte Bilder

Eine New Yorker Kunsthändlerin hat vor Gericht zugegeben, über 15 Jahre lang gefälschte Bilder verkauft zu haben. Zur Entschädigung zahlt sie 24,9 Millionen Euro. Ihr drohen bis zu 99 Jahre Gefängnis.
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New YorkEine New Yorker Kunsthändlerin hat vor Gericht zugegeben, 15 Jahre lang gefälschte Bilder von bedeutenden Künstlern wie Mark Rothko an renommierte Galerien verkauft zu haben. Die 57-jährige Glafira Rosales bekannte sich am Montag vor einem Bundesgericht in New York in neun Anklagepunkten schuldig, darunter Betrug, Steuerflucht und Geldwäsche. Ihr drohen bis zu 99 Jahre Gefängnis.

Die Angeklagte sagte zudem die Zahlung von 33,3 Millionen Dollar (24,9 Millionen Euro) zur Entschädigung der getäuschten Sammler und zur Nachzahlung von Steuern zu. Dafür muss sie unter anderem ihr Haus auf Long Island aufgeben. Das Urteil nach dem rund zweijährigen Marathon-Prozess soll am 18. März fallen.

Rosales hatte zwischen 1994 und 2009 insgesamt 63 bis dato unbekannte Werke verkauft, die angeblich von Künstlern wie Rothko, Jackson Pollock und Willem de Kooning stammten. Die Bilder gingen für insgesamt 33,2 Millionen Dollar an zwei renommierte New Yorker Galerien. Deren Namen wurden in der Anklageschrift nicht genannt. Allerdings wurde angeben, dass eine von ihnen 2011 geschlossen worden sei.

Rosales hatte den Gerichtsunterlagen zufolge behauptet, dass die meisten der von ihr angebotenen Bilder aus dem Besitz eines Schweizers stammten, der sie von einem Sammler geerbt habe und anonym bleiben wolle. Die Angeklagte verkaufte zudem 13 Bilder, die angeblich von einem spanischen Sammler stammten.

Die Fälschungen waren von einem chinesischen Künstler im New Yorker Stadtteil Queens angefertigt worden. Er bekam dafür mehrere tausend Dollar pro Bild. Ein Spanier behandelte die Bilder zudem mit Farbe aus ihrer angeblichen Entstehungszeit, um die Täuschung perfekt zu machen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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