Marrakech Art Fair
Marokkos Kunstmesse schwächelt

Die Verkäufe auf der Marrakech Art Fair bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Akzente setzte die zweite Ausgabe der Messe mit zeitgenössischer Kunst, Fotografie und Videokunst.
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Marrakesch„Es ist das erste Mal nach dem Attentat am Platz Jamaa El Fna in Marrakesch, dass man eine Menschenmenge sieht“, bemerkte Elisabeth Bauchet-Bouhlal, die Eigentümerin des Hotels Es Saadi. Dort fand vom 30. September bis 3. Oktober die zweite zeitgenössische Kunstmesse „Marrakech Art Fair“ statt. 48 Galeristen aus 11 Ländern reisten an. Ihr Angebot beschränkte sich in diesem Jahr auf zeitgenössische Kunst, mit Schwerpunkten auf den  Künstlern aus dem Maghreb und dem Mittleren Orient. Visuell sehr präsent, bestritten sie den Großteil der Ankäufe.

Der junge König sammelt

Die marokkanische Kunstszene hat von dieser jungen Messe profitiert. Doch das übertrug sich leider nicht auf die Verkäufe. Die zweite Ausgabe schnitt kommerziell für die Mehrheit der Galerien moderat bis enttäuschend ab.

Verkäufe in höheren Preisbereichen blieben unter 50.000 Euro. Die tunesische Galerie Violon Bleu vermittelte vier Werke des marokkanischen Großmeisters Farid Belkahia (bis 40.000 Euro) aus ihrer monografischen Messeschau. Die aus New York angereiste Galerie Metro Pictures konnte angeblich zwei große Zeichnungen von Robert Longo an den marokkanischen König Mohammed VI. abgeben. Der junge König gilt als einer der bedeutendsten Sammler seines Landes. Er ist auch Kunde im Pariser Hôtel Drouot, wo er  orientalistische Malerei erwirbt, und er sammelt offensichtlich auch zeitgenössische Kunst.  [

Robert Longos Pariser Galerie Thaddäus Ropac (Salzburg/Paris), bei der Mohammed VI. angeblich seine Longo-Sammlung anlässlich der letzten Pariser Ausstellung aufstockte, möchte diese Information nicht bestätigen. Sie weist nur auf das vage Projekt eines zeitgenössischen Museums in Marokko hin.

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