Max Beckmann
Pariser Auktionator versteigert Beckmanns „Perseus“

Die Werke von Max Beckmann haben auf Auktionen und im Handel Seltenheitswert. Denn Gemälde, Aquarelle und Grafik des Expressionisten existieren nur in beschränkter Zahl, viele Werke sind schon in Museen untergebracht. Das jetzt versteigerte Bild wird als besonders wichtiges Gemälde Beckmanns eingestuft.
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Man kann es als die Folge der Aufwertung von Paris als europäischer Marktplatz werten, dass das Auktionshaus Tajan am 8. Dezember das Beckmann-Gemälde, "Perseus" (Herkules) letzte Aufgabe" anbietet. Das 1949 im New Yorker Exil gemalte, signierte und datierte Ölgemälde mit dem beachtlichen Format von 89 x 142 cm ist auf realistische 2,5 bis 3,5 Mio. Euro geschätzt. Die mythologische Darstellung von Perseus, der Medusa den Kopf mit einem Riesenschwert abhackte, wird von Kunsthistorikern als besonders wichtig in Beckmanns Werk eingestuft.

Im Oeuvre-Verzeichnis der Beckmann-Gemälde von Barbara und Erhard Göpel ist das Ölbild als Nummer 798 aufgeführt. Der amerikanische Verkäufer liefert es jetzt in Paris ein. Davor war es in der New Yorker Sammlung Stanley J. Seeger, die Sothebys in New York am 8. Mai 2001 versteigerte. "Perseus" setzte damals mit einem Zuschlag von 3,9 Mio. Dollar den neuen Beckmann-Weltrekord-Preis fest. Allerdings nur für zwei Tage, bis zum 10.5.2001, als Beckmanns "Selbstbildnis mit Horn" bei Sothebys New York mit 22 Mio. Dollar bewertet wurde.



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