Mehr als 140 Filme in elf Tagen
Viel Hollywood beim 60. Filmfest in Venedig

Zwei Tage vor dem Start des 60. Filmfests von Venedig haben Handwerker am Montag der berühmten Strandpromenade Lido den letzten Schliff verpasst. Dort sollen sich ab Mittwoch Stars und Sternchen tummeln und über den roten Teppich hinauf zu dem traditionsreichen Art-deco-Kino am Lido schlendern.

Reuters VENEDIG. Erwartet werden zu dem ältesten Filmfestival der Welt unter anderem Hollywood-Größen wie Nicole Kidman, Sean Penn, Antonio Banderas und Catherine Zeta-Jones. Oscar-Preisträger Nicolas Cage war bereits zu Beginn der Woche in Venedig allgegenwärtig - sein Antlitz blickte von Kinoplakaten zu dem Film „Matchstick Men“ herab auf die zahlreichen Kanäle der Stadt.

Eröffnet wird das Festival mit Woody Allens neuem Film „Anything Else“. Um den „Goldenen Löwen“, den begehrten Preis des Festivals, werden 20 Filme im Wettbewerb antreten, darunter auch „Rosenstraße“, ein Werk der deutschen Regisseurin Margarethe von Trotta. Insgesamt zeigt das Festival bis zum 6. September 143 Beiträge, von denen zahlreiche in Venedig ihre Weltpremiere feiern. „Niemals zuvor hat das Festival so viele Filme zur Beurteilung angeboten bekommen“, sagte Direktor Moritz de Hadeln. Er leitet das Festival zum zweiten Mal, zuvor war er 22 Jahre lang Chef der Berlinale.

Für Aufsehen dürfte unter anderem der Film „The Human Stain“ sorgen. Kidman und Anthony Hopkins spielen in der Verfilmung des Philip-Roth-Romans „Der menschliche Makel“ die Hauptrollen. Auch „Intolerable Cruelty“, der neue Film der Coen-Brüder, wartet mit einem Darsteller-Traumpaar auf: George Clooney und Zeta-Jones treten darin gemeinsam auf.

Kritiker sind besonders gespannt auf die Beiträge der Regisseure Bernado Bertolucci, Peter Greenaway und Alejandro Gonzales Inarritu. Martin Scorsese präsentiert zudem Auszüge aus seiner neuen Dokumentarfilm-Reihe „The Blues“.

Für Kontroversen dürften vor allem Filme sorgen, die sich mit der Lage im krisengeschüttelten Nahen Osten auseinander setzen, wie etwa der Beitrag des umstrittenen israelischen Filmemachers Amos Gitai. Zudem zeigt das Festival einen iranischen Film über einen Taliban-Kämpfer, dessen Regisseurin erst 14 Jahre alt ist.

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