Millionenschweres Diebesgut
Gestohlene Statuen an Italien zurückgegeben

Über Umwege sind zwei verloren geglaubte antike Statuen an Italien zurückgegeben worden, nachdem ein italienischer Polizist eine von ihnen zufällig während eines Urlaubs in den USA entdeckt hatte.
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HB ROM. Die gefundenen Statuen im Wert von jeweils 500 000 Euro stammten aus dem 1. Jahrhundert und seien in New York in den Besitz eines Kunsthändlers und eines Sammlers gelangt, teilten die Behörden am Freitag auf einer Pressekonferenz in Rom mit.

Demnach handelt es sich um eine aus Bronze gefertigte Darstellung des altgriechischen Gottes Zeus, die 1980 aus dem Nationalmuseum in Rom entwendet wurde, und einen weiblichen Marmortorso, der aus einem kleinen Museum in der italienischen Stadt Terracina stammt.

Michele Speranza, Mitglied einer Spezialeinheit für gestohlene Kunstgegenstände, stieß im vergangenen Jahr während seines Urlaubs auf den in einer New Yorker Kunstgalerie ausgestellten Torso. „Ich hielt an, um die Auslagen im Schaufenster zu betrachten und erkannte die Statue, erzählte der 38-Jährige vor Journalisten.

Bei dem Kunstwerk habe er gleich an ein Foto denken müssen, das er aus einer polizeilichen Datenbank vermisster Kunstwerke gekannt habe, sagte der Polizist. Daraufhin habe er mit seinem Handy ein Foto gemacht und bei seiner Rückkehr nach Rom Ermittlungen aufgenommen.

Im Zusammenhang mit den gestohlenen Statuen seien keine Festnahmen erfolgt, teilten die Behörden mit. Die Besitzer hatten demnach keine Kenntnis von deren illegalen Herkunft.

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