Mode
Dunkel, detailverliebt und quer: Die neuen Taschen

Dunkle Farben, Detailverliebtheit und das Querformat dominieren in der Taschenmode für den Herbst/Winter 2006/2 007. Das meldet die Trendschau der Internationalen Lederwarenmesse in Offenbach.

dpa OFFENBACH. Dunkle Farben, Detailverliebtheit und das Querformat dominieren in der Taschenmode für den Herbst/Winter 2006/2 007. Das meldet die Trendschau der Internationalen Lederwarenmesse in Offenbach.

Die knalligen Farben des vergangenen Jahres fristen demnach nur noch ein Mauerblümchendasein. Die Farbe schwarz und Brauntöne von camel bis dunkel stehen im Vordergrund bei den meist großformatigen Modellen, die weich und knautschig verarbeitet sind.

Die Mode spielt mit den Materialien. Neben Leder werden auch Fell und Stoffe wie Gobelin verarbeitet. Selbst Spitze ist nicht tabu: Sie ist als Kontrast auf eine derben Glattledertasche in rehbraun mit stabilem Trageriemen appliziert. Dekoration ist nicht nur erlaubt, sie ist sogar erwünscht. Auffallend sind dabei glänzende Metallringe, an denen häufig die Riemen hängen. Aber auch Schnallen aus dem gleichen Material werden extensiv eingesetzt. Sie dienen häufig dazu, immer wieder auftauchende kleine praktische Vortaschen zu schließen.

Die Designer machen auch vor Fell und Strass als Besatz nicht Halt, Goldprägungen bringen Glamour auf Taschen im Materialmix aus rauem und glatten Leder. Auch schmückende, eigentlich funktionslose Metallketten sind im nächsten Winter angesagt.

„Es wurde sehr lange nicht mehr so viel Wert auf Qualität gelegt“, sagt die Modeexpertin der Messe, Traudel Albrecht-Fuchs. Dass die Schönheit von Leder sich auch mit ihren Schwächen wie Narben und Unebenheiten zeigen dürfe, sei da kein Widerspruch.

Wenn das Material der Taschen nicht von sich aus weich ist, sind es zumindest die Formen. Geraffte Verarbeitungen machen auch aus Überschlagtaschen mehr Beutel. Große knautschige Lederschleifen dienen als Verzierung oder Verschluss. Seitenteil und Hauptteil der Tasche werden aneinander geschnürt und vermitteln einen betont lässigen Eindruck.

Die Hauptrolle spielen übergroße Formen, in die schon mal ein kleiner Einkauf hineinpasst. Die meisten Taschen haben Querformat, das sich bis zur so genannten Baguetteform verflachen kann. Auch unten breitere Trapeztaschen sind für die Designer ein Thema. Daneben gibt es aber noch flache Kuverttaschen, die allerdings meist schlicht gearbeitet sind. Ähnlich auch die Herrentaschen auf der Messe: Sie werden schräg über der Schulter getragen, kantig und schmucklos.

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