Mode
Strick gibt den Ton an: Neue Herbstmode lebt von Gegensätzen

Bequem und sportlich soll sie sein, aber gleichzeitig vornehm und seriös: Die Mode für die nächste Herbst/Winter-Saison kombiniert Funktionalität mit Eleganz.

dpa DüSSELDORF. Bequem und sportlich soll sie sein, aber gleichzeitig vornehm und seriös: Die Mode für die nächste Herbst/Winter-Saison kombiniert Funktionalität mit Eleganz.

Dabei geben Strickwaren in allen Varianten bei Damen wie Herren den Ton an - ob als kuscheliger Pullover oder als gut geschnittener Blazer. „Stilistische Brüche und Widersprüche gehören inzwischen zur Normalität, sie sind die typische Reflexion der Mode auf unser modernes Leben“, berichtete das Deutsche Mode-Institut (DMI) in Düsseldorf vor der weltgrößten Modemesse Igedo Fashion Fairs (10. bis 12. Februar).

„Bei den Damen werden viele Einzelteile zu einem Look zusammengestellt, so dass sie wie eine Collage wirken“, sagte DMI-Geschäftsführer Gerd Müller-Thomkins. „Dabei spielen Materialien in dieser Saison eine Schlüsselrolle.“ So wird Wolle mit technischen Stoffen wie Nylon kombiniert, Pelzkragen zieren Seidenblusen und Strickkleider werden unter Parkas getragen. Auch bei der Form sind Gegensätze erwünscht: Bomberjacke zur Röhrenhose aus Stretch, weiter Mantel zu Leggings.

So bekommt die Damenmode wieder einen maskulinen Anklang: Angesagt sind männlich wirkende Bundfaltenhosen und sogenannte Boyfriend-Sakkos, die aussehen müssen, als seien sie vom Partner ausgeliehen. „Hosenanzüge bleiben die Ausnahme, das Spiel mit ausdrucksstarken Einzelteilen verspricht mehr Attraktivität und individuelle Freiheit“, meinen die Trendexperten.

Farblich beherrschen dunkle Töne das Bild. Schwarz und Grau in allen Schattierungen bleiben, dazu kommen warme Farben wie Beige-, Karamell- und Honigtöne. die Accessoires sind farblich nicht allzu knallig: Mit Violett, Aubergine oder Dunkelgelb bleiben sie eher dezent.

Das gilt auch für die Herrenmode: „Diskretion und Qualität ist bei Musterungen und Farben oberstes Gebot“, betonen die DMI-Experten. Hier dominieren ebenfalls Schwarz, Grau, Anthrazit und Dunkelblau.

Hemden, Hosen und Jacken sind schmal geschnitten, bei Anzügen wird auf Zweireiher gesetzt. „Das Klassische in der Männermode ist in der jüngsten Zeit auch bei jungen Leuten angekommen“, sagt Müller-Thomkins. Beste Beispiele dafür seien Krawatten und Westen, die längst nicht mehr als altväterlich angesehen würden.

Zum Business-Look zählen in der nächsten Saison auch fein gestrickte Rollis, Pullover mit V-Ausschnitt oder Hemden mit Grau-in-Grau-Mustern. Krawatten sind schmal, aus Strick oder Seide, in Rot oder Violett. „Modisches Highlight“ seien Jackets aus Jersey und Strick. „Sie bieten das komfortable Gefühl einer Strickjacke und gleichzeitig die Eleganz eines gut geschneiderten Sakkos“, so das DMI. Im Freizeitbereich sind auch Pullover mit Norwegermuster sowie Skipullis der 60er Jahre angesagt.

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