MTV EMA Awards
Justin Bieber räumt ab - Beyoncé geht leer aus

Der Musiksender MTV vergibt die EMAs und die Stars kommen nach Rotterdam. Justin Bieber gewinnt, wird aber in einer Kategorie vom Thron gestoßen - von einem Landsmann. Und auch die Politik schafft es auf die Musikbühne.

RotterdamKanadas Superstar Justin Bieber ist bei der Verleihung der European Music Awards erneut der große Gewinner. Der 22-jährige Sänger erhielt in Rotterdam drei EMAs und ist nun mit insgesamt 22 Trophäen erfolgreichster Künstler der MTV EMAs. Für andere Favoriten war die Gala dagegen eine Enttäuschung.

Top-Favoritin Beyoncé, die wie Bieber fünfmal nominiert worden war, musste ohne einen Preis nach Hause gehen. Auch der britische Superstar Adele, viermal nominiert, erhielt bei der Gala in der niederländischen Hafenstadt keinen Preis. Überraschende Sieger waren Shawn Mendes, das US-Duo Twenty One Pilots und der niederländische DJ Martin Garrix mit je zwei Auszeichnungen.

Selbst der erfolgsverwöhnte Bieber erlitt eine Niederlage. Sein 18-jähriger Landsmann Shawn Mendes (2 EMAs) stieß ihn vom MTV-Thron als bester männlicher Künstler. In den vergangenen sechs Jahren hatte Bieber diesen Preis gewonnen. Dafür wurde wiederum Biebers Hit „Sorry“ zum besten Song gekürt und gewann auch den Preis für die größte Fangemeinde.

Beste weibliche Künstlerin wurde Lady Gaga, die auf einer Videobotschaft ein neues Album versprach. Die Schwedin Zara Larsson gewann die Trophäe in den Kategorien beste neue Künstlerin und „Best Worldwide Act“. Für Deutschland hatte Max Giesinger („80 Millionen“) bereits in der Nacht zum Samstag in Berlin den Preis für den „Best German Act“ erhalten.

Die Sängerin und Songschreiberin Bebe Rexha („In the Name of Love“) aus den USA hatte das Spektakel aus der Rotterdamer Konzerthalle Ahoy in stets wechselnden Roben präsentiert.

Auf schwebenden Bühnen traten unter anderem die Rockbands Kings of Leon und OneRepublic auf. Live dabei waren auch die Sänger Bruno Mars, Shawn Mendes, DNCE, The Weeknd und Lukas Graham.

Zum Abschluss heizte die Punkrock-Band Green Day mit ihrem Erfolgshit „American Idiot“ den Fans ein. MTV hatte die Gruppe mit dem „Global Icon Awards“ geehrt, weil sie seit über 20 Jahren Musikgeschichte geschrieben hätten.

Green Day nutzte den Auftritt auch für eine politische Botschaft. Sie seien sehr froh, dass sie die USA verlassen und damit dem „entsetzlichen Wahlkampf“ entkommen konnten, sagte Leadsänger Billie Joe Armstrong. „Die USA erleiden gerade einen großen kollektiven Herzinfarkt.“

Die Trophäe des Musiksenders war in diesem Jahr knall-lila - eine Verbeugung für Prince („Purple Rain“), der im April gestorben war. „Prince war ein Genie“, sagte Bebe Rexha. „Er wird immer Mitglied der MTV-Familie bleiben.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%